Die Gründe liegen im 2014. Damals hat Stromer den ST2 vorgestellt. Mit OMNI und App, Motor ohne innenliegende Elektronik und 48V-System schlicht bahnbrechend und den Mitbewerben eine Dekade voraus.
Die Dekade ist vorbei und die Konkurrenz hat massiv aufgeholt. Stromer hat nicht geschlafen, sondern das Display und die App ständig weiter entwickelt.Nur leider gab es den erhofften Entwicklujgssprung nicht: Das Display ist noch immer winzig, die App und das Display haben unterschiedliche Funktionen und in der Peripherie hat die App etliche Fehler.
Thömu, der 2009 den Stromer erfunden hatte, wollte es noch einmal Wissen und erfand den Twinner. Damals hatte der Stromer Fehler ohne Ende, weil Motor und Steuerung aus Asien kamen und die Asiaten nur möglichst ohne Eigenleistung Velofahren wollen, die Europäer den Stromer aber auch als Sportgerät interpretierten.
George Merachtsakis hat mit dem Opium die perfekte Stromer-Kopie erschaffen, Thömu mit dem Twinner einen revolutionären 45er.
Es ist nicht mehr der Quantensprung wie mit dem ST2 damals, aber es ist der Schritt nach vorne, auf den wir bei Stromer seit Jahren warten. Nicht nur, dass der Twinner einen Carbonrahmen hat, er kommt auch ohne Sattelstrebe aus. Das Display hat eine Grösse und Lage wie sie bishaer unbekannt war.
(11.01.2025, 10:40)Scultetus schrieb: Kannst Du mal bitte ein Bild mit einer Karte und Navigation auf dem Display posten?
Deutlich radikaler als ein Stromer ist der Twinner als Commuter-Bike konzipiert. Eine Federgabel, die es angenehmer macht (meist illegal) über Feld- und Waldwege zu rumpeln gibt es nicht. Eine Halterung für ein Telefon und eine Ladebuchse dazu ebenso nicht. Und eine Kartenanzeige auch nicht - Berufspendler wissen, wo sie arbeiten und wohnen.
Der Zweck des riesigen Akku ist nicht, den Tag im Sattel zu verbringen sondern möglichst selten Nachladen zu müssen. Es ist ein bewusster Entscheid, keine "Twinner-Navigation" anzubieten. Auch deshalb, weil eine KMU nie in der Lage ist, eine Navigation wie Google oder Apple zu entwickeln.
Stromer ermöglicht den Kunden, ihr eigenes Telefon während der Fahrt als Navigationsgerät zu verwenden. Eine eigene Navigation oder gar einen Track Record gibt es nicht. Das hängt gewiss auch damit zusammen, dass der Stromer selbst oft nicht so genau weiss, wo er ist.
(14.01.2025, 16:35)Francis schrieb: Twinner T1 Pro LE, ab 14 780.-
Und ist gerechtfertingt.
Dem Twinner fehlt gegenüber dem ST7 ein Gang, aber dem ST7 fehlt gegenüber dem Twinner...
Wer Spitzentechnologie bietet, darf auch den Preise dafür anschreiben. Das S-Works Turbo Levo SL LTD mit FOX DHX Live Valve Neo ist für 15'000.-- Franken zu haben. Und es ist kein Alltags-Velo sondern ein eMTB für Schönwetterausfahrten. Aber es hat das neue adaptive Fahrwerk.
Das Twinner mag einige Features haben, die Stromer nicht anbietet, wie der Carbonrahmen, die Rückfahrkamera, den größten Akku und den stärksten Motor.
ABER.
Leider sind das nicht die Features, die mich dazu bewegen könnten, ein Twinner zu kaufen.
Ich hätte gerne:
- einen verstellbaren Vorbau (gibts bei Stromer immerhin am ST2 und neuerdings am ST1 und fürs ST3 gibts immerhin 2 verschiedene)
- eine Option, eine Federung an der Front zu verbauen (gibts an allen? Stomern)
- einen Trinkflaschenhalter (wie kann man sowas weglassen?)
- einen vernünftigen Gepäckträger mit Taschenstrebe, der 2 Fahrradtaschen und die gleichzeitige Nutzung der Snap it Funktion zb für einen Korb (gibts bei Stromer leider auch nicht, der Twinner hat Taschenstreben, aber die Tasche lässt sich anscheinend nur auf der rechten Seite auch unten befestigen)
Dazu noch ein sehr - sagen wir - gewöhnungsbedürftiges Design und einen exorbitanten Preis. Bisher für mich keine Alternative.
(14.01.2025, 16:35)Francis schrieb: Twinner T1 Pro LE, ab 14 780.-
Und ist gerechtfertingt.
Dem Twinner fehlt gegenüber dem ST7 ein Gang, aber dem ST7 fehlt gegenüber dem Twinner...
....
Was fehlt dem ST7 denn?
Dem Twinner fehlt nicht nur ein Gang, sondern auch Optionen, wie Federgabel, gefederte Sattelstütze, außerdem die Möglichkeit ein 7" Smartphone mit Karte, Navigation und Trackaufzeichnung mittig am Cockpit anzubringen, genau die Dinge, die mir für meine Ausfahrten mit dem St 7 wichtig sind.
Wer nur pendelt und über perfekt asphaltierte Strassen hin und her fährt benötigt das vielleicht nicht.
Das Design des Twinner oder eines Stromers ist Geschmacksache. Für mich gehört ein Oberrohr zum Männerfahrrad dazu. [Bild: https://www.stromerforum.ch/images/smilies/biggrin.png]
Ganz neu ist das Twinnerdesign übrigens nicht. Das gibt es schon seit Jahren bei den Leihrädern von Tier.
Das Display des Twinners misst nur 3,5", mein "Navi"-Smartphone 6,5". Mittels Riding Display kann man sich die vom Stromer gelieferten Daten auch anzeigen lassen.
Und wäre eine Karte im Cockpit nicht doch nice to have?
Also ich finde es schade, dass Twinner hier nicht den Reisecomfort anbietet wie das Stromer tut. Ich benutze meinen Stromer als Daily Vehicle. Da ich nur diesen als Fahrzeug habe, geht es damit neben dem Job auch zum Einkaufen, in die Freizeit, durch den Wald und auch auf Reise. Da ist es mir schon wichtig, dass ich Gepäck aufladen kann - und selbst wenn ich nur im Pendelbetrieb bin, es wäre ja doch schon etwas doof, wenn man an nem Co-Op Oder so vorbei kommt, aber nicht viel mitnehmen kann, weil man nur ein Gepäckstück montiert bekommt. Oder diesen dann so beladet, dass die Gewichtsverteilung suboptimal ist.
Das mit dem fehlenden Kartenmaterial verstehe ich auch nicht. Wenn es ein Android oder so hätte mit diesem man dann auch die Apps laden könnte, die man auf seinem Smartphone hat, wäre schon cool. Aber so? Bosch hat in seinen systemen auch eine Navigation verbaut - es geht also. Und mein Smartphone hätte ich dann doch auch lieber, da hier auch mein Spotify drüber läuft - gerade auf Rad-Reisewege ist das sehr angenehm.
Die Leistung gefällt mir schon sehr die das Velo zu bieten hat, aber mir mangelt es an praktischen Details wie der Alltagstauglichkeit.
(17.01.2025, 17:34)Martini Snowfox schrieb: Da ist es mir schon wichtig, dass ich Gepäck aufladen kann - und selbst wenn ich nur im Pendelbetrieb bin, es wäre ja doch schon etwas doof, wenn man an nem Co-Op Oder so vorbei kommt, aber nicht viel mitnehmen kann, weil man nur ein Gepäckstück montiert bekommt. Oder diesen dann so beladet, dass die Gewichtsverteilung suboptimal ist.
Für den Anhänger gilt ein Bereich von 3 bis 11kg Stützlast (am der Anhängerkupplung am Twinner) und 40kg Nutzlast. Die Packtasche ist wasserdicht und die Deichsel kann abgenommen werden. Auf den Gepäckträger dürfen maximal 20kg - wie auch immer die zu befestigen wären.