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Gebrauchtkauf: Unterschiede der Modelljahre
#1
Herzliches Moin aus der Nähe von Hamburg

Bin seit ca. 2 Jahren, mit Haibike SDuro und Bulls Dail E Grinder, sportlicher Sped Pendler (70km/Tag).
Beide Räder sind mit Slicks Rollwiderstands-optimiert und offen, sodass ich auch mit dem schwächlichen Bosch in Unterlenker und Rucksack, hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten realisiere und schon mal einen Stromer überhole Cool

In Summe nervt mich aber das Wechseln der 500er Akkus und die Schwäche bei Gegenwind und ich möchte auf einen gebrauchten Hecktriebler wechseln…..
Zunächst favorisierte ich Klever X, aufgrund der Verfügbarkeiten, rückt nun aber auch Stromer (ab ST2) im den Fokus. 
Nun endlich zu meiner Fragestellung auf welche ich hier noch keine Antwort gefunden habe.
Gibt es Baujahr-bedingte Unterschiede, bezüglich Reparaturanfälligkeit oder Performance, welche zu einem bestimmten Baujahr führen? 
Ich habe Räder zwischen 2019 und 2023 im Fokus.
Und ist der SOH im Display eine zuverlässige Aussage bezüglich der Akkugesundheit?

Vielen Dank für die Hilfestellung 

Gruß 
Dirk
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#2
(08.07.2026, 10:37)Cyclist schrieb: Gibt es Baujahr-bedingte Unterschiede, bezüglich Reparaturanfälligkeit oder Performance, welche zu einem bestimmten Baujahr führen? 
Ich habe Räder zwischen 2019 und 2023 im Fokus.
Und ist der SOH im Display eine zuverlässige Aussage bezüglich der Akkugesundheit?

Hallo Dirk

Ja, die Modelle unterscheiden sich. Das speziell bei der Stärke des Motors und der Ausführung des Antriebsstrangs (Kette, Pinion 9-Gang / Pinion 12-Gang, Smart.Shift oder nicht). Bei Akku sticht das ST7 mit seinem BQ1440 Akku heraus. Für durchschnittliche Pendleranwendung kommt man aber mit dem BQ983 aus. Bei 70 km am Tag müsste man mit dem BQ983 im Geschäft nachladen können, zumidest wenn man All-In fährt. Die Bedienung ist bei den Basics weitgehend identisch. Alle neueren Modelle haben das Omni C eingebaut. Bei älteren Jahrgängen vor 2022 sollte man aber darauf achten, dass das Omni C mit 4G-LTE-M verbaut ist. 

Einen etwas älteren Vergleich der Leistungsdaten findest du hier im Forum oder im PDF.

.pdf   myStromer_BrandCatalogue_MY25_Modellvergleich.pdf (Größe: 119.31 KB / Downloads: 77)

--

Zur Reparaturanfälligkeit ist eine Aussage schwierig. "Designfehler" und Kinderkrankheiten begleiteten alle Stromermodelle ab 2009. Die Erfahrungen sind sehr individeull und auch von der Pflege und Anwendungsart abhängig. Die älteren ST2 und ST3 mit Kette gehören aber m. E. und der meines Händlers zu den besten Modellen. Die Pinionmodelle haben rel. hohe Servicekosten beim Antriebsstrang.

--

Stromer schreibt zum SoH:
Garantie Akku – 75% der Kapazität innerhalb 2 Jahren


Zur Gewährleistung einer objektiven Beurteilung wird die Akkukapazität auf Anfrage eines Stromer-Händlers mittels eines von Stromer durchgeführten Kapazitätstests ermittelt. Das Ergebnis dieses Tests ist massgeblich für die Garantie. Der in der Stromer App angezeigte State of Health (SOH) dient lediglich als Richtwert.)
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#3
Vielen Dank für die schnelle Rückmeldung  Smile

Pinion kommt für mich absolut nicht in Frage, ist mir zu indirekt, wahrscheinlich auch schwerer und unflexibel und bin mit Kettenschaltung immer gut klargekommen.
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#4
Im Speedpedelecreview gibt es eine Topübersicht zu den verschiedenen Stromermodellen.
https://www.speedpedelecreview.com/forum...c.php?t=47

2019 wurden keine ST2 gebaut. Davor gab es die ST2 mit 26“ Laufrädern und Kettenschaltung. Diese gibt es günstig zu kaufen, die sind robust und die Ersatzteilversorgung ist sehr gut. Die ältesten Modelle haben 2 Kettenblätter und hinten 10 Ritzel. Später wurde auf den Umwerfer verzichtet und hinten gab es 1 Ritzel mehr. Nonplusultra immer noch ist das ST2S. Vergleichbar mit einem ST5 mit Kettenschaltung. 
Ab 2020 werden die ST2 mit 27,5“ Laufrädern und Riemenantrieb gebaut. Die ersten Modelle haben eine 5 Gang Sturmey Archer im Motor. Sehr störanfällig und kaum Ersatzteile lieferbar.
Danach kam das ST2 mit 6 Gang Piniongetriebe. Wen die grossen Gangsprünge nicht stören und wer keine grossen Steigungen hoch muss, kann zugreifen. Für das schnelle Pendeln sind die aber nicht gebaut. Eher zum gemütlichen Cruisen. Man sitzt bequemer und aufrechter als zB. auf den älteren ST2 vor 2019.
Du solltest Dich auf die älteren Modelle konzentrieren. Die gibt es auch schon mit farbigen Omni und LTE Mobilfunkanbindung. In D hat man aber auch mit dem S/W Omni und 2G noch Verbindung zum Stromerserver und kann alle Funktionen nutzen. Das wird sich 2028 ändern. Danach kann man das Rad natürlich weiter fahren. Nur die Statistik der Fahrdaten, der Diebstahlschutz via GPS und die Verbindung zur App mit Einstellung der Stufe 2 fehlen. Ich hab ein ST2S mit dem alten Display und will nicht upgraden. Das Farbomni hat nämlich bedeutend längere Ein- und Ausschaltprozesse.
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#5
Vielen Dank für die Beratung

Es ist ein 2021er ST5 mit 4tkm, bereits umgebaut auf Rundschaft, geworden.
Mal schauen, wie es sich im Alltag bewährt.

Um die Reichweite zu erhöhen, das Gewicht zu reduzieren und es etwas sportiver zu gestalten, habe ich irgendwann den Umbau auf Rennlenker (fahre ich auf meinen anderen SPeds auch) und schmaleren, schnelleren Reifen im Hinterkopf.
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#6
(20.07.2026, 15:33)Cyclist schrieb: Um die Reichweite zu erhöhen, das Gewicht zu reduzieren und es etwas sportiver zu gestalten, habe ich irgendwann den Umbau auf Rennlenker (fahre ich auf meinen anderen SPeds auch) und schmaleren, schnelleren Reifen im Hinterkopf.

Der Lenkerwechsel des ST5 lässt sich nur mit einem zusätzlichen Wechsel des Vorbaus (ST3) realisieren. Wenn du den Umbau realisiert hast wäre hier ein Bild gerne gesehen. BTW: Der wäre dann, um gesetzlich konform zu bleiben, prüfpflichtig.
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