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Projekt SMIDE: 200 Stromer ST2 im Dauereinsatz
#1
Nach der Winterpause sind die 200 ST2 in Zürich wieder auf der Strasse. Sie stehen verteilt über das Stadtgebiet zur spontanen Ausleihe bereit. Via Mobiltelefon und App auf der Karte einen ST2 in der Nähe finden, reservieren, fahren, abstellen und ausbuchen.

Das Projektteam sorgt dafür, dass die ST2 täglich neu verteilt werden, der Akku geladen und der Stromer fahrbereit ist. Die Stromer werden breit gestreut, aber mit Schwergewicht auf die Nutzungsintensivsten Plätze verteilt.

Das Projekt wurde 2016 gestartet. Nun liegen erste Erfahrungen mit den 200 Stromer ST2 im Dauereinsatz vor:

Die Anwender haben die Smide-App, aber nicht OMNI. Das Flottenmanagement wird zentral gesteuert. Dazu liegen nicht 200 Telefone auf einem riesigen, es wurde eine PC-Anwendung entwickelt. Die wichtigste Funktion ist die Karte. Damit die Vermietung klappt, muss der Standort des Stromer genau bekannt sein. Gleiches gilt für das Einsammeln zum Service.

Die ST2-Piloten unter Euch wissen, dass der Standort oft krass ungenau angegeben wird. Das liegt oft an dem grossen Aktualisierungsintervall. Dieser wurde speziell für die Smide ST2 verringert. Dennoch kam es oft vor, dass der Stromer erst nach längerem Suchen gefunden wurde. Der Grund ist, dass das GPS nach dem Ausschalten des ST2 die aktuelle Position nicht bekannt gibt.

Die ST2 sind auf 35km/h limitiert, die Settings für Sensor und Motorbremse wurden für unerfahrene Anwender angepasst. Das Autolock mit nachfolgender Diebstahlsperre wurde ebenfalls angepasst.

Teil II folgt.

[Bild: https://lh3.googleusercontent.com/Ds9C02...UP1Fn=h310]
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#2
Das Video zur Spontanausleihe:

[YOUTUBE]2nmzu24s8As[/YOUTUBE]
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#3
Teil II

Im harten „Mietwagenmodus“ – jeder der 200 Stromer war täglich im Einsatz - erwiesen sich die ST2 als robust. Allerding erwies sich der Gepäckträger als nicht ausreichend stabil. Offensichtlich hatten der darauf montierte Korb oft schwere Last zu tragen. Nicht auffällig wurde der Antriebsstrang, selbst der gefürchtete „Drive Error“ trat nur sporadisch auf.

Dafür gab es schon einmal einen Plattfuss, während andere Kunden mit dem Ständer haderten. Die längsten Standzeiten in der Werkstatt verursachte der Austausch des Verbindungskabels zwischen Motor und Controller. Wie alle Kabel ist es im Rahmen verlegt, was bei einem Wechsel zusätzlichen Arbeitsaufwand bedeutet.

Naturgemäss lockt ein Stromer nicht nur zahlende Kundschaft an. So kam es leider zu gewissem Vandalismus, es wurden beispielsweise mehrfach Pneu aufgestochen. Auch Kinder und Jugendliche versuchten sich Zugang zu den ST2 zu verschaffen, um dann Strolchenfahrten zu Unternehmen.

Ein Zeitgenosse versuchte gar, sich einen den ST2 anzueignen, was nur beschränkt funktionierte. Kaum war der Stromer wieder im Bereich vom Mobilfunk, tat die Diebstahlsicherung ihr Werk.

Fazit:

Der Versuch war ein Erfolg, deshalb läuft er dieses Jahr weiter. Die Defekte hielten sich in Grenzen, dafür war die Nachfrage rege. Die immer wieder falschen Positionsangaben aufgrund zu langer Aktualisierungsfrist erschwerten das Flottenmanagement spürbar. Der Wunsch nach Echtzeitverfolgung keimt auf.

Zum Nachlesen: Bericht zum Projekt 2016
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#4
Offenbar ist Smide sehr erfolgreich unterwegs. Ich habe den Service nun schon ein paar Monate nicht mehr benutzt, aber bisher nur gute Erfahrungen damit gemacht. Neben den 250 Stromern, die in Zürich stationiert sind, will man noch im Oktober in Bern mit 200 ST2 starten. Nun hat Smide aber innert 48h mit zwei Runden Crowdlending insgesamt 500‘000.- zusammenbekommen, doppelt so viel wie erhofft. 

https://www.derbund.ch/news/standard/smi...larComment

Vermutlich wird man deshalb bereits mit noch mehr Bikes starten können und auch die Berner Agglo erschliessen. Find ich gut, es sei ihnen und auch Stromer selbst gegönnt. Mit sovielen ST2 ist wohl Smide mittlerweile auch in einem Bereich, der den Geschäftserfolg von Stromer massgeblich beeinflusst. Ich hoffe, dass sie dadurch finanziell bald endlich auf stabilen Beinen stehen.

Lustig übrigens auch der Vergleich zu Publibike in Bern, die sich die ganze Konnektivität ihrer Bikes & eBikes bewusst gespart haben und nun deshalb mit Diebstählen und geknackten physischen Schlössern kämpfen. Währenddessen haben die Smide Bikes gar kein echtes Schloss - und doch scheint das Konzept zu funktionieren.  Big Grin
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#5
(06.09.2018, 19:08)Stinu schrieb: Offenbar ist Smide sehr erfolgreich unterwegs.

pick-e-bike nennt sich der freefloating ST2 (MJ 2017) Verleih in Basel. Schon kurz nach Start bin ich auf meinem Arbeitsweg den ersten begegent, inzwischen sehe ich sie überall rumstehen. Die Verbereitung ist beachtlich bei nur 250 Stromer...

Publibike. Eine Frechheit und ein Trauerspiel in einem!

Es ist eine Frechheit, mit Staatsgeldern so etwas aufzuziehen und damit die privaten Anbieter aus dem Markt zu drängen! Traurig ist es, solch billige Velos zu verwenden, dass der Diebstahl nur ein Samtphone erfordert - und die Bikes mangels Ortung nicht mehr aufgefunden werden.
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#6
Die Geschichte rund um die staatliche Skandalfirma Publibike wird um ein Kapitel reicher.

Im - wie Basel - Rot/Grün regierten Zürich wurde beschlossen, dass die 250 FreeFloating Stromer ST2 mit einer Gebühr von 10.00 Franken pro Montat belegt werden. Damit will die Regierung von ZH sicher stellen, dass immer nur betriebsbereite Stromer im Einsatz sind, diese nicht als immobile Werbeflächen missbraucht werden und auch nicht zuviel Abstellplatz beanspruchen.

Nun kenne ich die Situation in ZH nicht - aber hier in Basel gibt es die Stromer ST2 von pick-e-bike. Es sind etwa gleich viele (selbst in meiner Strasse stehen manchmal sechs!) und sie sind auch im Stadgebiet anzutreffen. Eine Störung oder Behiderung konnte ich noch nie feststellen - ganz im Gegensatz zu den e-Trotti.

Der Betrag mag nicht besonders hoch erscheinen - aber auch dieses Geld muss zuerst verdient werden. Das besonders ärgerliche ist, dass Publibike für ihre Velos keine Gebühr bezahlen muss.

Es stellt sich die Frage, ob die Regierung von ZH wirklich will, dass weniger Autofahrten stattfinden. Mit einer Strafgebühr für die Stromer geht das bestimmt nicht.
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#7
(09.03.2019, 15:39)bluecat schrieb:  Mit einer Strafgebühr für die Stromer geht das bestimmt nicht.

Es ja nicht nur Smide die hier mit dieser Gebühr bestraft werden, alle Bikevermieter ausser Publibike müssen die Gebühr bezahlen! 
Wenn ich mich recht erinnere, sind  30 Bikes gratis und ab dem 31 kostets es 10 Franken pro Bike pro Monat, was bei einer Flotte von 250 ST2, einfach mal
26'400 CHF/pro Jahr macht. Ist für ein Startup, das erst seit 1 oder 2 Jahren eigenständig ist (vorher war die Mobiliar daran beteiligt) auch nicht so einfach zu machen.

Einerseits will die Stadt nicht mehr Autos reinlassen (siehe Rosengartentunnel) und gleichzeitig sind sie beim Bikeverleih als Verhinderer unterwegs.

Das mag verstehen wer will, ich gehöre nicht dazu.

cu
Bigdean
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#8
(11.03.2019, 06:56)bigdean schrieb: Einerseits will die Stadt nicht mehr Autos reinlassen (siehe Rosengartentunnel) und gleichzeitig sind sie beim Bikeverleih als Verhinderer unterwegs.

Das eTrotti ersetzt den Fussmarsch, das 25er eBike das Velo und der Stromer das Auto (oder ein noch viel grösseres Transportmittel).

Die rasche Akzeptanz der FreeFloating ST2 in der Bevölkerung zeigt, dass hier ein Bedarf besteht. Nur leider sind rot/grüne Regierungen Gefangene ihrer Ideologie. Das macht es ihnen unmöglich, neue Lösungen zu akzeptieren.

Als die BLT (das ist der Tram/Bus ÖV-Anbieter in BL) das FreeFloating Projekt mit den weissen ST2 gestatet hat, war die BVB (das ist der Tram/Bus ÖV-Anbieter in BS) dezidiert dagegen. Sie befürchtete einen Kundenrückgang. Die BLT ist eine stark privatwirtschaftlich organisierte Frima, während die BVB ein typischer Staatsbetrieb ist...
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#9
Lieber Bluecat,

wie viele km. haben denn eure Stromer im durchschnitt so?

Liebe grüsse
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#10
(17.03.2019, 10:03)Vampicki schrieb: wie viele km. haben denn eure Stromer im durchschnitt so?

Das weiss ich leider nicht; die myStromer AGF ist an den Projekten nicht beteiligt, sie hat lediglich die ST2 verkauft.


Für Aussenstehende mag es merkwürdig erschenein, dass ausgerechnet die Grünen die 45er Stromer - immerhin die einzig echte Alternative zum Auto un ÖV - derart bekämpfen. Der Hintergrund ist in denn Links/Grünen Kuhhandel zu suchen, bei denen es darum geht, bestimmte, ihnen nahestehnde Kreise, zu Bevorzugen. Vetterliwirtschaft ist der in CH dazu gebräuchliche Begriff. Wie da geht hat die NZZ kürzlich dargelegt.
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