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Stromer ST3: Testberichte
#1
Information 
Vor kurzem hat uns das Werk einen ST3 zum ausgiebigen Testen überlassen. Die Eckdaten sind:
  • ST3 schwarz 20" Herren
  • blauer 983Wh Akku (wie beim ST3 LE)
  • Stromer Winterpneu von VeeTire
  • Standard Lenker / Vorbau Kombination
Wie immer findet sich die Fotosammlung im US-Forum, weil sie dort ohne Einschränkungen zugänglich ist.

Der ST3 ist nach dem ST5 das zweite Modell, welches mit der neuen Rahmengeometrie und den 27½" Rädern kommt. Nächstes Jahr wird der neue ST1 als Einsteigermodell ebenfalls auf den neuen Plattform erscheinen. Die Tage des ST1x dürften dann gezählt sein. Noch immer ist der Stromer sportlich ausgelegt, wenngleich nicht mehr im Ausmass eines ST2s. Aus der Zuberhörliste geht hervor, dass neu ab Werk verschiedene Vorbau / Lenker Kombinationen angeboten werden.
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#2
Oh nice, wie kann man sich als Moderator bewerben, will auch so ein ST3 Tongue
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#3
Der ST3 ist die neue Mittelklasse bei Stromer, der ST5 das Topmodell. Was fehlt dem ST3 zum ST5? Im Wesentlichen ist es:
  • Scheinwerfer Roxim Z4E pro statt Supernova M99pro
  • Normaler Lenker mit Kabel und Leitungen aussen statt intergrierter Lenker
  • Microshift Schalthebel statt Shimano Di2
Am ST3 (und wohl auch am kommenden ST1) ist der Typ SL-M861R monitert.

Besonderen Spass macht das Beschleunigen; der Ampelstart ist seit dem ST2s die Paradedisziplin der Stromer. Der rasante Antritt geht einher mit dem schnellen Hochschalten der Gänge. Mit der korrekt konfigurierten Di2 am ST2s oder ST5 gelingt dies super.

Gross mein Freude, dass dies auch mit der Microshift wirklich gut gelingt. Mit wenig Kraft und wenig Hebelweg lassen sich die Gänge rasch durchschalten. Ein entschlossener Fahrer kann gewiss mit den Topmodellen mithalten. Das Herunterschalten ist bei einem Stromer weniger wichtig - aber vor der dem Stopp zu Erledigen. Es benötigt spürbar mehr Aufwand, aber ohne gleich auf das Niveau der SLX (teilweise an ST1 / ST2 anzutreffen) abzufallen.

Die Microshift-Komponente aus Taiwan harmoniert sehr gut mit dem Wechsler von Shimano. Die 11-Gang Kassette von 42 bis 11 zusammen mit dem 52er Kettenblatt und den 27½" Rädern bewirken eine etwas niederer Kadenz bei gleichem Tempo als bei den 26" Stromer. Wie bisher ist auch beim ST3 das 11er Ritzel das meistbenutzte.
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#4
ST5 hat 850W mit 48NM Syno Sport Motor während der ST3 nur 820W mit 44NM Syno Drive III Motor hat .

Grüsselis Jan
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#5
(28.12.2018, 15:56)kawajan schrieb: ST5 hat 850W mit 48NM Syno Sport Motor während der ST3 nur 820W mit 44NM Syno Drive III Motor hat.

Das sind die vom Hersteller deklarierten Normwerte, welche auch einer Modellpolitik? gerecht werden müssen.

Die Peakleistungen sind es, welche du vor allem beim Beschleunigen zu spüren bekommst.

Und die wiederum hängen davon ab, wieviel Strom dem Motor zugeführt wird und da wird akribischst darauf geachtet, dass die Modell-Hirarchie gewahrt wird.

Dank Vernetzung könnte der Hersteller die Fahrzeuge nebst der natürlichen Akkualterung zusätzlich künstlich altern lassen, indem das Kennfeld mit zunehmender Kilometerleistung kontinuierlich entsprechend angepasst wird. Schliesslich soll ein langjähriger Kunde irgendwann wieder auf den Geschmack eines Neufahrzeuges kommen. - Mal sehen was die Zukunft bringen wird.

Gruss, CCRider
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#6
(28.12.2018, 00:54)bluecat schrieb: Was fehlt dem ST3 zum ST5? Im Wesentlichen ist es:
  • Scheinwerfer Roxim Z4E pro statt Supernova M99pro

Die Fortschritte von Roxim im Gehäusedesign führten von Lord Helmchen über das Voglehäuschen zum aktuellen Kubus. Die Reflektorgestaltung und die Position der LED ist professionell (und daher an die Konstruktion der M99 von Supernova angelehnt). Der geniale Trick besteht darin, die LED-Halterung direkt auf das Lampengehäuse zu montieren, um beste Kühlung zu erreichen. Das zieht eine Neukonstruktion des Reflektors nach sich - erlaubt aber, sehr leistungsfähige LED zu nutzen.

Die klassische MTB-Lampe, wie sie von Lupine (Hochpreis) bis China (Superdiscount) gebaut wird, hat die LED auf einer Platine im inneren der Lampe. Die Kühlung ist schlecht, deshalb ist nur kurzzeitig Volllicht möglich - dann regelt die Schutzelektronik die Leitung herunter, um die LED zu schonen. Dies spielt bei den MTB keine Rolle, da wegen dem Stromverbrauch sowieso nie lange mit Volllicht gefahren werden kann.

Die Bilderserie zeigt das Leuchtprofil der Roxim das ST3.

Wie immer ist es so, dass die Kamera das Szenario anders sieht als der Fahrer. Sind die Augen noch nicht an die Dunkelheit gewöhnt, erscheit der Lichtkegel klein. Mit der Gewöhnung verbessert sich die Wahrnehmung der Ausleuchtung. Allerdings ist die effektive Reichweite (Bereich, in dem ein unbeleuchtetes und nicht reflektierendes Hinderniss schnell erkannt wird) des Fernlichts beschränkt.

Leider steht mit kein ST2 mit der Supernova M99mini zur Verfügung - denn die Roxim sollte sich nicht an der M99pro messen (den die "pro" ist in einer eigenen Liga).

Der Scheinwerfer des ST3 ist hell genung, um auf dunklen Landstrassen volles Stromertempo zu fahren. Auf Waldwegen mit potentiellen Hindernissen (runtergefallene Äste etc.) ist etwas Mässigung ratsam, um rechtzeitig reagieren zu können. Das Abblendlicht ist garantiert blendrei, die Wirkung der Lichthupe ist in der gut ausgeleuchteten Stadt beschränkt.
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#7
(02.01.2019, 13:19)bluecat schrieb: Die Bilderserie zeigt das Leuchtprofil der Roxim das ST3.

Das Rücklicht und die Nummernschildbeleuchtung ist demjenigen von Supernova ebenbürtig. Das Design ist anders, aber auch gut gelungen. Auch das Bremslicht ist gut. Wie bei allen Leuchten ist die grösse der Leuchtfläche wichtiger als die reine Lichtleistung. Unterhalb des Nummernschilds ist noch ein roter Reflektor montiert.

Die seitliche Sichbarkeit ist sehr gering, weil Pneu mit Reflexionsstreifen, wie sie früher am Stromer üblich waren, in der EU längst verboten sind.

Allerdings strahlt die Roxim Z4E pro nicht nur auf den Pneu, sondern auch unmittelbar zur Seite. Bilder zur Illustration habe ich dem Beitrag angehängt. Die Supernova M99pro zeigt ein ähnliches Verhalten, daher gehe ich davon aus, dass diese Art Lichtverschwendung ein konstruktives Problem ist.

Immerhin sehe ich gut, wie der Winterpneu die Nässe und den Dreck der Strasse nach vorne schleudert. Dass dieser Schmutz dann umittelbar an das Steuerrohr und das Stromer Tagfahrlicht prallt, ist eine unangnehme Nebenwirkung des tiefen Profils.

Das blaue Fernlichtsymbol ist bei Dunkelheit gut sichbar, aber dann wird es nicht benötigt. Bei Tag oder in der Dämmerung, wenn der Scheinwerferkegel kaum zu Erkennen ist, ist es nicht einfach zu wissen, ob das Fernlicht zugeschaltet ist. Dazu ist ein konzentrierter Blichk auf das Display notwendig - was rach 10, 20m Fahrt im Blindflug bedeuted.
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