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Speichenaufnahme am Motor gerissen
#11
Hallo  Smile
Gerade habe ich deinen Post hier entdeckt. Wie du in meiner Signatur lesen kannst, ist mir das auch passiert Ende 2018 und ich habe das komplette Hinterrad anstandslos ausgetauscht bekommen. Es hiess, so etwas hätten sie noch nicht gehabt und sie gehen von einem Materialfehler aus. Mir ist es aufgefallen, als ich plötzlich während der Fahrt ein feines Klappern am Hinterrad hatte und selbst beim nachsehen, ist mir das nicht gleich aufgefallen. Da die Speichen quasi in ihrer Position geblieben sind und nur leicht geklappert haben. Zuhause dann habe ich genauer schauen können und war entsetzt. Ich habe Bilder gemacht uns sie meinem Händler geschickt. Zu dem Zeitpunkt bin ich noch davon ausgegangen, das man die MotorHülle austauschen könne. Aber dem ist nicht so. Zum Glück hatte ich die 3 jährige Garantie, denn das wäre mich teuer zu stehen gekommen. Allerdings hätte ich das so nicht akzeptiert, denn es kann nicht sein, das bei einem Speichen-Ausbruch gleich das ganze Hinterrad mitsamt Motor ausgetauscht werden muss. Es gab für den Austausch zu keiner Zeit Diskussion, sie haben es anstandslos gemacht.

Nachtrag: und nein, kein Sturz, keine Unwucht, kein übermässiges Gewicht, nix. Und meinen ST 2 habe ich Scheckheft gepflegt.

(Kabelbinder zum provisorischen Befestigen der losen Speichen)
   
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#12
Hallo zusamme,
 
ich möchte hiermit mal ein update zur Reparatur von ausgebrochenen Speichenaufnahmen geben. Vor drei Jahren hatte ich einen neuen Motor über ebay erstanden und somit den defekten Motor im Keller gelagert. Mittlerweile zeigt der neue Motor Felgenrisse zwischen den Speichenlöchern und somit wollte ich mal das Felgen wechseln, einspeichen und justieren an meinem alten Motor üben und auch die Reparatur wagen. Ich habe neben den defekten Löchern am Motor neue gebohrt wie damals von bluecat vorgeschlagen und 1cm längere Speichen eingesetzt.
Das wechseln aller Speichen ist wirklich kein großes Problem, alle Nippel lösen und abmontieren, dann alle Speichen pro Seite wechseln oder die alten behalten, neue Felge nehmen und alle Speichen wieder in die Felge stecken und mit geölten neuen Nippeln fixieren. Mir erschien dies einfacher als die Speichen nacheinander einzustecken. Hatte mir vorher ein paar Bilder gemacht wie die Verkreuzung aussieht und als Anleitung gebraucht. Dann alle Nippel bis zum Ende des Gewindegangs anziehen, der nächste Schritt ist dann schon das Spannen. Ich habe ein Speichentensiometer zur Hilfe genommen und die Werte des original Rades notiert, die Ritzelseite ist stärker vorgespannt mit dem Wert von ca. 29, die Bremsscheibenseite von 24, danach das Rad mit diesen Werten zentriert in einem Kalibierständer. Um festzustellen ob das Rad dann mittig im Hinterbau steht einmal einbauen und den Abstand von den Kettenstreben zur Felge messen und ausrichten. Im Netz gibt es genug Anleitungen zum zentrieren und abdrücken.
 
Alles im allen war es keine große Herausforderung, der Motor läuft nun schon seit ein paar Hundert Kilometern problemlos, wenn das so bleibt werde ich mich an den Felgenwechsel des «guten» Motors machen. Somit habe ich nun einen Laufradsatz für Sommer und Winter.
 
Ich möchte hier allen Mut zur Reparatur bzw. zum Felgenwechsel machen, ein Motor Neukauf ist bestimmt nicht immer notwendig.
 
Warum die Felgen reißen? Meine Vermutung ist die hohe Speichenspannung die der Nabenmotor benötigt, wenn dann noch hoher Luftdruck hinzukommt geht es schnell.
Ich denke nicht umsonst empfiehlt Stromer einen Luftdruck von 2.2bar. Ich fahre mit 2.6 vorne und 2.8 hinten bei 2,2 zoll Bereifung. Die Felgen sind bis 120kg Speichenspannung zugelassen, die Werkswerte ergeben aber bis zu 170kg auf der Ritzelseite, wenn ich von 2mm Speichen ausgehe. Da die Speichen aber ein Mix aus 2.3 und 2mm sind kann ich es auch nicht genau berechnen.
 
Material:
- Felge DT Swiss 545D in 26” 36 Loch
- Saipem Speichennippel 2.0x12mm
-18 mal Sapim Strong Speiche 2,3, 2, 2, 175mm
-18 mal Sapim Strong Speiche 2,3, 2, 2, 178mm
- Leinöl
- Tensiometer von Parktool, ein billiges von Amazon funktioniert auch
- Nippelspanner
- Kalibrierständer

Ich hatte übrings auch die geösten DT Swiss Felgen drauf aber nach 15Tkm zeigen auch die die ersten Risse.


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#13
Eins möchte ich noch die Spezialisten fragen bezüglich des einspeichens. Die meisten Stromermotoren haben den Speichenellenbogen nach innen stehen, jedoch gibt es einige Motoren des ST2 auch das neue mit Gates, wo Speichen an der Bremsscheibenseite mit Ellenbogen nach außen stehen. Generell sagt man, daß Ellenbogen auf beiden Seiten nach außen sollen um die Stabilität zu erhöhen, das ist an keinem Stromermotor zu finden.
Was gegen Ellenboden außen an der Bremse spricht ist der sehr geringe Abstand zum Bremssattel.

Ich kann mir aber keinen Reim daraus machen warum die Räder mal so oder so eingespeicht wurden. Weiß das jemand?


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#14
Hast du denn auch darauf geachtet ob bei beiden beobachteten Varianten die Speichen in die Selbe Richtung gehen ? Also ob es in beiden Fällen eine Lauf- oder Zugspeiche ist?
Gruß André
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#15
Ich habe mir mal Bilder vom HM01, 03, 04, 05 angesehen. In 95% der Fälle sind alle gleich eingespeicht. 
Bremsenseite in Fahrtrichtung: vordere Speiche überkreuzt hintere
Schaltungsseite in Fahrtrichtung: hintere Speiche überkreuzt vordere

Bei wenigen Hm04 oder 05 ist das anderes, da überkreuzt die vordere auf beiden seiten die hintere. Ich denke das könnten Montagefehler sein.
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#16
(21.05.2021, 11:38)318ic schrieb: Warum die Felgen reißen? Meine Vermutung ist die hohe Speichenspannung die der Nabenmotor benötigt, wenn dann noch hoher Luftdruck hinzukommt geht es schnell.

Es wird über die Speichen wesentlich mehr Kraft auf die Felge übertragen als beim herkömlichen Velo. Der Motor nimmt den Speichen die Länge, worauf sie nicht Senkrecht in der Felge stehen.

Vermutlich war das auch beim "Suppenteller"-Motor von BionX ein Problem


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