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ST7 ABS Vorderradbremse einstellen
#1
Hallo zu sammen,

wie kann ich die Bremswirkung am Vorderrad (mit ABS) stärker einstellen?
Hinten ist ok, aber vorne ist der Hebelweg zu lang und die Wirkung nur etwa bei 50% im Vergleich zu hinten.

Vielen Dank im Voraus
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#2
Stromer hat die Verstellung der Bremsprofile gesperrt. Das Profil könnte vielleicht ein Händler ändern, der über das Parametriergerät von Bluebrake verfügt.

Ich habe auch eine ganze Reihe von Tests mit dem ABS durchgeführt.

Mein Eindruck: In dem von Stromer vorgegebenen Standardprofil wird die Bremskraft (immer) soweit reduziert, dass ein Blockieren des Vorderrades auf trockenem und nassen Asphalt nicht vorkommt.

Ich vermute, hierfür wird eine maximal zulässige Verzögerung des Vorderrades herangezogen. Wenn man einen steilen Berg herunter fährt und nur mit dem Vorderrad bremst, erreicht man größere Bremskräfte (bei gleicher maximalen Verzögerung).

Ich bilde mir auch ein, dass bei geringen Geschwindigkeiten die maximale Verzögerung höher ist als bei hohen Geschwindigkeiten.

Die Bremskraft vorne ohne ABS erkennt man, wenn man bei ausgeschaltetem Bike die Vorderradbremse betätigt.
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#3
Danke Dir,


ABS ist insbesondere beim Bremsen in Kurven hilfreich. Bei Geradeausfahrten kann Bremsen ohne ABS den Bremsweg verkürzen, wenn man es kann Big Grin .
Hier ein gutes Video zur Erklärung https://www.youtube.com/watch?v=8U_BIm7I2vE
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#4
(31.07.2024, 16:05)Scultetus schrieb: wie kann ich die Bremswirkung am Vorderrad (mit ABS) stärker einstellen?
Hinten ist ok, aber vorne ist der Hebelweg zu lang und die Wirkung nur etwa bei 50% im Vergleich zu hinten.


Die Bremswirkung hängt (fast) nicht mit dem ABS zusammen.

Der Hebelweg kann mit einer Stellschraube (Inbus?) eingestellt werden. Damit ist gemeint, wie weit der Hebel vom Lenker weg ist, wenn er nicht angefasst wird.

Der eigentliche Hebelweg bis zum Einsetzten der Mechanischen Bremse (also bis zum Druckpunkt) ist nicht einstellbar. Wenn der zu lang ist, hat es Luft in der Leitung. Ein Velomech kann die Bremsen entlüften.

Wenn der Bremshebel mit voller Kraft gezogen wird, darf er den Lenker dennoch nicht berühren!

(31.07.2024, 20:52)olfener schrieb: Stromer hat die Verstellung der Bremsprofile gesperrt. Das Profil könnte vielleicht ein Händler ändern, der über das Parametriergerät von Bluebrake verfügt.

Ich habe auch eine ganze Reihe von Tests mit dem ABS durchgeführt.

blubrake bietet vier ABS-Bremsprofile an, wobei in Wirklichkeit ja nur zwischen "Aktuator öffnet erst nach dem Stillstand" und "Aktuator öffnet bereits vor dem Stillstand" des Vorderrad unterschieden werden kann. A ist demnach die Lösung für den Strassenbertrieb und B jene für MTB. Dies, weil selbst ein sehr kurzzeiges Blockieren des Vorderrads im Gelände fast zwingend den Sturtz zur Folge hat.

Ich habe micht nicht getraut, auf der Strasse das ABS freiwillig zu testen. Doch ein Ernstfall, bei dem meine Reflexe beide Bremshabel mit voller Kraft gezogen haben, gab es bereits. Ob und wie lange dasVorderrad dabei blockiert war, kann ich nicht beurteilen.

Das ABS hat aber gut funktioniert und auch verhindert, dass es mich aus dem Sattel hebelt.

Das Problem war das Hinterrad: Der Stromer kam sofort quer und das Hinterrad wollte überholen. Konnte mich aber im Sattel halten und die Hinterradbremse wieder lösen.

blubrake meint zum ABS:

Zitat:There are limits to your ABS’ capabilities ∙ In extreme riding situations, for example, such as braking violently out of panic; on slippery surfaces or steep descents, your ABS may not be able to control your e-bike as you would expect it to. That’s when YOU come in! Do your best to avoid “over-braking” simply because you rely on your ABS


Für mich ist dies ein Widerspruch, denn ein ABS nützt nur bei Panik-Bremsungen, für das geplante Anhalten mit dosierter Bremskraft bleibt es ohne Wirkung.
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#5
Aus den Testberichten der verschiedenen ABS-Profile und meinen eigenen Erfahrungen gehe ich davon aus, dass die verschiedenen Profile die Höhe der maximalen Verzögerung des Bikes beim Bremsen vorgeben. Wenn trotz der begrenzten Verzögerung das Vorderrad blockiert, wird der Bremsdruck sofort herabgesetzt und danach wieder gesteigert.

Bei dem von Stromer gewähltem Standard-Profil ist die Verzögerung auf einen Wert begrenzt, dass das Vorderrad auf ebener Strecke auf festem Untergrund (Asphalt) auch bei nasser Fahrbahn nicht blockiert.


Wie BlueBrake auch schreibt: "Auf rutschigem Untergrund oder steilen Abfahrten steuert das ABS eventuell anders als erwartet."

Das deckt sich mit meiner Beschreibung. Zum Erreichen der maximalen Verzögerung (im Standard-Profil) ist bei einer steilen Bergab-Fahrt ein höherer Bremsdruck als in der Ebene erforderlich. Dieser höhere Bremsdruck wird auch bereit gestellt. Er kann dann aber zum kurzzeitigen Blockieren des Vorderrades führen.
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#6
(03.08.2024, 19:32)olfener schrieb: Zum Erreichen der maximalen Verzögerung (im Standard-Profil) ist bei einer steilen Bergab-Fahrt ein höherer Bremsdruck als in der Ebene erforderlich. Dieser höhere Bremsdruck wird auch bereit gestellt.

Jetzt habe ich ein Verständnis-Problem:

Das ABS kann die Bremsleistung nur Verzögern. Wenn eine höhere Bremsleistung notwendig ist, muss der Bremshebel stärker gezogen werden (wobe ich es nicht für möglich halte, dass das ABS - ausser im Gelände - übehaupt anspricht, wenn der Hebel nich voll gezogen wird.

Kannst Du etwas näher erklären, wie die Bremsverusche abliefen?
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#7
Ich versuche es.

Das ABS-System misst mit der geschltzten Scheibe am Vorderrad die Zeit für die Winkeländerung des Vorderrades und berechnet daraus die Drehzahl und die Drehzahländerung (= Verzögerung) des Vorderrades.

Auch bei einem extrem hohen Zug am Bremshebel wird eine parametrierte, maximale Verzögerung des Vorderrades nicht unterschritten (sofern das Rad nicht blickiert).

Diese Verzögerung ist so "gering", dass das Vorderrad auf einer ebenen Asphaltstraße auch bei Nässe nicht blockiert.

Um die Bremswirkung zum Erreichen der maximalen Verzögerung auch zu erreichen, ist ein Mindestreibungsfaktor zwischen der Fahrbahn und dem Reifen erforderlich.

Wird dieser Reibungsfaktor z.B. durch nasse Blätter auf der Fahrbahn unterschritten, blockiert das Rad, da das Bremsmoment an der Bremsscheibe nicht an die Fahrbahn abgegeben werden kann.

Dieses erkennt das ABS-System und verringert sofort den Bremsdruck, damit sich das Vorderrad wieder dreht. Danach wird der Bremsdruck (bei weiterhin gezogenem Bremshebel) wieder erhöht.

Wenn man den Bremsvorgang genau beobachtet, (Durchbiegung der Gabel, Bremsgeräusche, Dauer der Bremskrafterhöhung beim langsamen Anziehen des Bremshebels), erkennt man einen Unterschied beim kräftigen Bremsen in der Ebene und dem kräftigen Bremsen auf Gefällestrecken. Auf Gefällestrecken erreicht man höhere Bremskräfte um die maximal vorgesehene Verzögerung zu erreichen.
Den Versuch macht man am besten ausschließluch mit der Vorderradbremse.
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#8
(06.08.2024, 15:08)olfener schrieb: Das ABS-System misst mit der geschltzten Scheibe am Vorderrad die Zeit für die Winkeländerung des Vorderrades und berechnet daraus die Drehzahl und die Drehzahländerung (= Verzögerung) des Vorderrades.

Sehe ich auch so; soll ein Hall-Sensor sein, der da werkelt und keine Lichtschranke.


Zitat:Auch bei einem extrem hohen Zug am Bremshebel wird eine parametrierte, maximale Verzögerung des Vorderrades nicht unterschritten (sofern das Rad nicht blickiert).

Das ist neu für mich! Bisher ging ich davon aus, dass das ABS die Bremsleistung nur noch bei Überschlagsgefahr reduziert, sonst aber die maximlae Verzögerung bis kurz vor dem Blockieren zulässt.


Zitat:Wird dieser Reibungsfaktor z.B. durch nasse Blätter auf der Fahrbahn unterschritten, blockiert das Rad, da das Bremsmoment an der Bremsscheibe nicht an die Fahrbahn abgegeben werden kann.


Das enspricht meinen Beobachtungen, siehe Bild: Das Vorderrad blockiert, während das Hinterrad dreht.


Zitat:Wenn man den Bremsvorgang genau beobachtet, (Durchbiegung der Gabel, Bremsgeräusche, Dauer der Bremskrafterhöhung beim langsamen Anziehen des Bremshebels), erkennt man einen Unterschied beim kräftigen Bremsen in der Ebene und dem kräftigen Bremsen auf Gefällestrecken. Auf Gefällestrecken erreicht man höhere Bremskräfte um die maximal vorgesehene Verzögerung zu erreichen.



Ein Durchbiegen der Gabel konnte ich nur bei den Carbongabeln beobachten, an den Starrgabeln nicht. Beim langsamen Anziehen des Bremshebels kam ich jeweils zum Stillstand, bevor das ABS aktiv wurde.

Um nun zu wiederholen, was Du gemacht hast, muss ich dazu den Bremshebel abrupt maximal ziehen oder mit zunehmender Kraft daran ziehen?


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#9
Mit zunehmender Kraft den Hebel ziehen.

Ich habe eine Federgabel. An ihr sieht man die steigende Durchbiegung bei steigenden Bremskräften.
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#10
(06.08.2024, 23:19)olfener schrieb: Mit zunehmender Kraft den Hebel ziehen.

Zufällig ist dies genau, was ich auch probiert habe.

Dabei fiel mir ein Pulsieren oder Rubbeln auf, wenn eine gewisse Kraft beim ziehen des Bremshebels erreicht war. Zunächst hielt ich dies für ein Anzeichen, dass das ABS nun wirkt. Doch es gab auch zahlreiche Bremsversuche, die ohne diese Effekte abgingen. so kam ich zum Schluss, dass das ABS erschütterungsfrei arbeitet oder gar nicht erst angesprochen hat.

Ich tendiere zu B) weil der Phase mit viel Kraft am Hebel ja eine mit wenig Kraft aber dennoch einer Verzöerung vorang ging

Die Effekte führe ich schlussendlich auf unterschiedliche Anfangs-Temperaturen und Feuchtigkeiten der Bremsanlage zurück.
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