(02.09.2023, 17:56)Scultetus schrieb: Da ich die Stromerpreise kenne, würde ich einen Preis für 500wh von 1000,-€ auf jeden Fall akzeptieren.
Das hat, wie bluecat bereits richtig geschrieben hat, schon der BQ500 gekostet.
Die von dir gewünschte Powerbank braucht neben den Zellen+BMS auch noch Leistungselektronik, um den Stromfluss zwischen Powerbank und Originalakku zu steuern.
Das normale Ladegerät kostet 259€. In mobil und kompakt würde ich eher 500€ erwarten.
Macht für deine 500Wh Powerbank eher 1500€.
Die 1500Wh Powerbank (die das Rahmendreieck dann vollständig ausfüllt) würde dann vermutlich rund 2500€ kosten?
(02.09.2023, 19:14)JM1374 schrieb: Eine Powerbank zum Nachladen ist relativ sinnlos. Nehmen wir mal deine 500Wh Wunschkapazität. Es dauert 2-3 Stunden um die 500Wh von der Powerbank in den Stromerakku zu schaufeln. Wann ist man denn so weit in der Walachei, dass man keine Steckdose zum Nachladen findet? Und dann hat man 2 Akkus die voll belastet werden und entsprechend schnell altern.Wie kommst du auf nachladen irgendwo da, wo auch eine Steckdose zur Verfügung steht?
Scultetus schrieb von "aufladen während der Fahrt". Also letztlich genau das, was auch dein Extender tut.
(02.09.2023, 14:28)Scultetus schrieb: also einen Zusatz-Akku, der den Bike-Akku auch während der Fahrt auflädt.Also ich fänd solch eine Lösung "ab Werk" durchaus charmant. Am liebsten einstellbar, ob
- alle Akkus parallel entladen werden sollen
- erst die "Powerbank" entladen werden soll
- der Originalakku während der Fahrt ggf. wieder voll geladen werden soll
Wobei die letzten beiden Punkte nur mit einer ausreichend großen Powerbank sinnvoll sind. Das wäre dann eher was für die oben angedachte 1500Wh Variante.
Insgesamt fände ich eine ab Werk verfügbare Extender Lösung mit Schutzbeschaltung gegen Fehlbedienung schon sinnvoll. Im einfachsten Fall wären das (zwei) CAN-Bus Akkus, die bei unterschiedlichem SOC separat (der vollere zuerst) entladen werden und die restliche Zeit parallel.
Bosch hat das ja so ähnlich realisiert, nur dass man leider auf die Parallelschaltung verzichtet. Aus Sicht des Produktentwicklers kann ich das aber durchaus nachvollziehen, da eine defekte Spannungsmessung / fehlerhafter SOC bei einem der beiden Akkus schnell zu Problemen (mit Ausgleichsströmen) führt. Da ist man mit Umschalten auf der sicheren Seite.
Eine Alternative zum Umschalten ist das nachladen (ggf. auch während der Fahrt), wie es TENWAYS und VanMoof realisiert haben. Das ganze hat den Nachteil, dass die gesamte Extender-Kapazität mittels Leistungselektronik (Step-Up oder Step-Down Converter) auf das Spannungslevel des Hauptakkus gebracht werden muss. Das geht zu Lasten des Wirkungsgrades, hat aber den Vorteil, dass man sich ansonsten nur wenig Gedanken machen muss. Wenn das Nachladen während der Fahrt passiert, ist es mit dem Extender-Betrieb vergleichbar, da beide Akkus parallel entladen werden. Einzig bei der Rekuperation verteilen sich die Ströme nicht auf beide Akkus. Ob der Wirkungsgrad-Nachteil durch den Einsatz der Leistungselektronik durch den Vorteil der geringeren Akku-Ströme kompensiert wird, hängt von der genauen Akku-Konfiguration ab.
In Sachen Wirkungsgrad ist der "einfach nur parallel geschaltete" Extender immer im Vorteil. Aber das Handling ist halt vergleichsweise kompliziert, weil sich gedankenloses zusammenstecken verbietet. Zusätzlich vergrößert sich die Licht-Reserve, so dass ein Teil der Akku-Kapazität (auch bei den Extender Akkus) nicht für den Fahrbetrieb nutzbar ist. Mein ST2 schaltet bei ca. 42V (42,5V) ab und zeigt 0% SOC an. Mein 18650-35E Extender hat bei 42V noch ungefähr 10% Kapazität, die mittels Step-Up Converter nutzbar wären, bei Parallelschaltung aber nicht.


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