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Motorbremse/Rekuperation
#1
Guten Morgen,

es war schon einmal Thema hier, blieb aber Ergebnisoffen...
Eben bin ich am Kauf eines Stromer ST2S dran. Bei der Probefahrt fiel mir auf, dass beim Aktivieren der Motorbremse anders als gewohnt, ein kleines Rucken spürbar war. Dies geschieht sowohl beim Zug am Bremshebel, als auch beim Aktivieren der Rekuperation über den Schalter am Lenker. Beim Ausschalten der Motorbremse, d.h. beim rein mechanischen Bremsen gab es keine Auffälligkeiten. Der Motor funktioniert einwandfrei, die Rekuperation erscheint beim Aktivieren der Motorbremse auch als Balken auf dem Display und zeigt eine spürbare Bremswirkung. 
Der Motor arbeitet leistungsstark (Laufleistung 11K, es ist das Modell von 2016, monochrom-Display)

Meine Fragen nun:
Könnte ein (beginnender) Schaden vorliegen?
Ist die vielleicht "normal" bei den älteren Modellen? Bei meinem 2018 ST5 merke ich dies nicht.

Besten Dank für das Mitdenken!

Thomas Möller
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#2
Ich hab ja so ein älteres ST2S und das ruckt nicht spürbar beim E-Bremsen. Absolut softer Übergang zwischen Leistungsabgabe und Rekuperation. Ob das ein beginnender Defekt bei deinem Kaufaspiranten ist? Wenn alles funktioniert ohne Fehleremldung würde ich sagen, Nein.
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#3
Habe auch ein Modell von 2016, da ruckt nichts. Die Wertigkeit dessen kann ich nicht einschätzen

Grüße
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#4
(15.06.2022, 08:29)ulmenm schrieb: Eben bin ich am Kauf eines Stromer ST2S dran. Bei der Probefahrt fiel mir auf, dass beim Aktivieren der Motorbremse anders als gewohnt, ein kleines Rucken spürbar war. Dies geschieht sowohl beim Zug am Bremshebel, als auch beim Aktivieren der Rekuperation über den Schalter am Lenker. 

Bin eben nochmals auf das Thema gestossen auf der Suche nach "Rekuperation" für den Beitrag "Rekuperationsgewinn".

Meine Praxiserfahrung ist die, dass bei Verwendung der Bremshebel tatsächlich ein spürbares Verzögerungsmoment (Rucken) passiert. Da die Rekuperationsstärke zwischen linkem und rechtem Bremshebel (li etwa 1/2 von rechts) nicht gleich ist ist aus das "Rucken" unterschiedlich. Wie sehr es "ruckt" hängt von der Einstellung des Bremssensors ab, welcher über alle Fahrtstufen funktioniert. Ich fahre mit 100%, stelle ich zurück, wird der Übergang in die Rekuperation generell sanfter.

Die 5-stufige Rekuperation über den Button Ring ist unabhängig von den Bremshebeln und funktioniert bei mir sanfter als bei 100% Sensor über die Hebel. Ein eigentliches Rucken ist nicht spürbar.



Rekuperationsgewinn:

Kürzlich habe ich eine Tour gefahren bei der es möglich war den von Stromer beworbenen Rekuperationsgewinn etwas näher unter die Lupe zu nehmen. Stromer wirbt ja damit, dass bis zu 20% der Energie bei Bergabfahrt wieder zurückgewonnen werden kann.

Folgenende Parameter:
  • Streckenlänge: 3.8 km
  • Gefälle: 10-18% | Ø = 11.6%
  • Motor-Anfangstemperatur: 77° C
  • Umgebungstemperatur: 28°
  • SoC-Start: 66%
  • Rekuperationsstärke: Maximal=roter Balken
  • SoC-Ende: 73%

    Problem: Motortemperatur-Warnung nach 3 km: 145° C (Warndreieck im Omni)
    Rekuperationsgewinn = 7%

   

Zusammengefast lässt sich sagen, dass eine Rückgewinnung tatsächlich gut funktioniert. Allerdings hat die Sache Einschränkungen.
  • Ein relevanter Gewinn benötigt eine längere Abfahrt mit zügigem Gefälle, damit man die volle Energierückgewinnung hat (roter Balken im Omni).
  • Der Akku darf nicht voll sein
  • Die Abwärme des Motors durch die Rekuperation setzt bei 100% Rekup (15 A) wegen Überhitzung Grenzen.
    Nimmt man die Rekup zurück leidet der "Gewinn", kann aber länger rekuperieren.
  • Volle Rekup "drückt" zuviel Strom in die Zellen und überschreitet den zulässigen Ladestrom in den jeweiligen Zellensträngen. Macht man das regelmässig ist dies für die Lebensdauer des Akkus nicht zuträglich
  • Um in die zweistellige Gewinnzone zu gelangen wären sicher 2 längere Abfahrten auf der Tour nötig.
  • Bei schwachen Gefällen versinkt der Rekuperationsgewinn im Grundrauschen des Verbrauchs oder ist zumindest optisch an der % Akkuanzeige nicht ablesbar.
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#5
(12.08.2024, 18:40)ST2-jsg schrieb: Zusammengefast lässt sich sagen, dass eine Rückgewinnung tatsächlich gut funktioniert. Allerdings hat die Sache Einschränkungen.
  • Ein relevanter Gewinn benötigt eine längere Abfahrt mit zügigem Gefälle, damit man die volle Energierückgewinnung hat (roter Balken im Omni).
  • Der Akku darf nicht voll sein
  • Die Abwärme des Motors durch die Rekuperation setzt bei 100% Rekup (15 A) wegen Überhitzung Grenzen.
    Nimmt man die Rekup zurück leidet der "Gewinn", kann aber länger rekuperieren.
  • Volle Rekup "drückt" zuviel Strom in die Zellen und überschreitet den zulässigen Ladestrom in den jeweiligen Zellensträngen. Macht man das regelmässig ist dies für die Lebensdauer des Akkus nicht zuträglich
  • Um in die zweistellige Gewinnzone zu gelangen wären sicher 2 längere Abfahrten auf der Tour nötig.
  • Bei schwachen Gefällen versinkt der Rekuperationsgewinn im Grundrauschen des Verbrauchs oder ist zumindest optisch an der % Akkuanzeige nicht ablesbar.

Diese sehr gute Erklärung von ST2-jsg ist der Grund, weshalb ich die Funktion konsequent als Motorbremse bezeichne. Den Einspaar-Faktor an Bremsbelägen habe ich dennoch nie gemessen ;-)
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