stromerforum.ch
Kaufberatung: gebrauchtes ST3 (20–40k km) vs. ST2 Pinion (6.5k km, optional Garantie) - Druckversion

+- stromerforum.ch (https://www.stromerforum.ch)
+-- Forum: +STROMER- (https://www.stromerforum.ch/forumdisplay.php?fid=4)
+--- Forum: Allgemein (https://www.stromerforum.ch/forumdisplay.php?fid=5)
+--- Thema: Kaufberatung: gebrauchtes ST3 (20–40k km) vs. ST2 Pinion (6.5k km, optional Garantie) (/showthread.php?tid=4519)

Seiten: 1 2


Kaufberatung: gebrauchtes ST3 (20–40k km) vs. ST2 Pinion (6.5k km, optional Garantie) - Starbase - 01.02.2026

Hallo zusammen,

ich bin blutiger Einsteiger im Thema S-Pedelec und hänge nach viel Recherche gerade ziemlich an Stromer – einfach weil es am Gebrauchtmarkt in meiner Preisklasse (2–4k €) noch am ehesten Auswahl gibt. Ich stehe nun vor einer Entscheidung und würde mich über eure Erfahrungswerte freuen, vor allem zu typischen Kostenfallen und Langzeit-Haltbarkeit.

Mein Fahrprofil / Anforderungen
  • Pendeln: ca. 10 km pro Tag (sehr regelmäßig), sonst kaum Nutzung; >90% Asphalt, selten mal Schotter/Forstweg
  • Geschwindigkeit: realistisch meist 30 km/h+ (sonst wäre ein normales Pedelec ausreichend)
  • Wichtig: Premiumgefühl, Souveränität/Stabilität bei Tempo, gute Bremsen, gutes Licht/Tagfahrlicht, OMNI-Funktionen
  • Jahresleistung: ca. 2.000–3.000 km; ich möchte vermeiden, alle paar Monate mit hohen Kosten (>300 €) überrascht zu werden

Option A – gebrauchtes ST3 (2–3k €) vom Händler
  • ST3 ca. 23k km, offenbar viele verteilte Lackschäden (Steinschläge?), Akku: 814 Wh (Rest-Health unbekannt)
  • ST3 Pinion ca. 42k km, optisch laut Foto deutlich besser, Akku: 84% (519 von 618 Wh) Rest-Health
Vom ST3 verspreche ich mir – egal ob Deore XT oder Pinion – genug „Freiheit“ beim Schalten, um bei 35–45 km/h immer den passenden Gang zu treffen. Im Bestfall wäre das ein Schnäppchen, mit dem ich lange Freude habe. Gleichzeitig sind 23k/42k km natürlich eine Hausnummer. Wie kritisch sind solche Laufleistungen bei ST3 in der Praxis wirklich, und wo liegen erfahrungsgemäß die teuren Themen (Akku, Heckmotor/Hinterradlager, OMNI/Elektronik)?


Option B – junges ST2 Pinion (4.0k € / 4.3k €) von privat
(mit Option auf Garantieverlängerung, Details/Übertragbarkeit muss ich noch klären)
  • ST2, Inbetriebnahme 01/2024, ca. 7.000 km
  • Pinion 6-Gang + Gates Riemen, großer Akku (BQ983)
  • Laut Verkäufer: Akku im Gewährleistungsfall getauscht, aktuell 97% Health
Das wirkt auf den ersten Blick sehr stimmig: deutlich jünger, niedrige km, wartungsarm (Riemen + Pinion), vermutlich weniger Risiko kurzfristig unerwarteter hoher Kosten. Unsicher bin ich nur bei der Gangabstufung: Ich komme von Kettenschaltungen und treffe gern „den richtigen Gang“. Reicht Pinion 6-Gang bei 35–45 km/h aus oder nerven die Sprünge im Alltag?


Meine Fragen an euch (Erfahrung gesucht)
  • Ab welcher Laufleistung werden ST3 typischerweise „teuer“ (Heckmotor/Hinterradlager, Akku, OMNI/Elektronik)? Gibt es bekannte Show-Stopper?
  • Wie schätzt ihr Pinion 6-Gang am S-Pedelec ein: kommt man damit im Bereich 35–45 km/h gut zurecht oder nervt die Abstufung?
  • Wenn ihr wählen müsstet: eher ein „abgerocktes“ ST3 (2–3k €) oder lieber ein junges ST2 Pinion (4k €) fürs Pendeln?

Vielen Dank vorab – ich freue mich über jede Einschätzung aus der Praxis!

VG
Chris


RE: Kaufberatung: gebrauchtes ST3 (20–40k km) vs. ST2 Pinion (6.5k km, optional Garantie) - Fonsi - 02.02.2026

Hallo Chris,
Aus meiner Erfahrung kann ich sagen dass die meisten Teile während der Garantieperiode ersetzt wurden, z.B: Sensor und Omnidisplay. Seitdem läuft mein Stromer wie ein Uhrwerk, es werden nur noch Verbrauchsteile ersetzt wie Kette (nach 4-5000Km), Ritzel (10000Km), Reifen (10000Km), Bremsbeläge (?) und letztens neue Lager (26000Km) im Vorderrad.
Von daher würde ich sagen dass Stromer relativ gut altern. Der Hinterradmotor kann sehr hohe Laufleistungen erreiche da es keine Getriebe oder andere Verschleißteile gibt. Du wirst im Forum Leute finden die mehr als 40-50000 Km auf dem Tacho haben.
Was Batterien angeht würde ich in jedem Fall die größtmögliche nehmen, nicht nur wegen der Reichweite. Kleine Batterien werden öfters geladen was die Lebensdauer nochmal verringert gegenüber einer großen.
Grob geschätzt nehmen die Batterien etwa 1% pro 1000 Km ab, meine liegt jetzt bei 72% nach mehr als 27000Km.
Was die Schaltung angeht ziehe ich persönlich immer die Shimano einer Pinion vor. Die Abstufung einer Kettenschaltung ist sehr viel feiner. Ich konnte vom ST2 bis ST7 alle Pinionschaltungen im Stromerwerk testen und war von keiner richtig überzeugt.

Ob ein ST2 oder ST3 für dich in Frage kommt hängt von deinem Fahrstil ab, ich schlage vor das du beide Typen probefährst.
Wenn Du keine grosse Präferenz für das ST3 hast würde das ST2 bei deinem Penderprofil (10 Km täglich) sicherlich reichen und es hat die große Batterie.


RE: Kaufberatung: gebrauchtes ST3 (20–40k km) vs. ST2 Pinion (6.5k km, optional Garantie) - olfener - 02.02.2026

Ich kann mich Fonsi weitgehend anschließen. Aber nach 50.000 km Erfahrung mit mit dem ST2 (Kette) und 16.000 km ST3 (Pinion) kommt für mich nur noch das Pinion-Getriebe in Frage.

Es ist fast wartungsfrei; das gelegentliche Abspritzen mit dem Gartenschlauch reicht neben dem Ölwechsel alle 10.000 km völlig aus.

Beim 6 Gang Pinion fehlen im Gegensatz zu dem 9 Gang Pinion die untersten drei Gänge. Bei hohen Geschwindigkeiten recht das 6 Gang Getriebe also völlig. Bei steilen Anstiegen fehlt natürlich etwas.


RE: Kaufberatung: gebrauchtes ST3 (20–40k km) vs. ST2 Pinion (6.5k km, optional Garantie) - Starbase - 02.02.2026

Hallo zusammen,

erstmal vielen Dank an Fonsi und olfener für eure bisherigen Antworten – das sind genau die Praxis-Erfahrungen, die einem als Einsteiger wirklich weiterhelfen! ?

Kurzes Update, das m.E. noch gut zur ursprünglichen Kaufberatung passt: 
Ich habe heute mit dem nächstgelegenen Stromer-Händler / einer auf Stromer spezialisierten Meisterwerkstatt telefoniert (bei mir ca. 1,5 Std. entfernt). Das Gespräch war freundlich und ehrlich, hat bei mir aber ein paar ganz grundlegende „Alltagsthemen“ aufgeworfen – und die würden meine Kaufentscheidung stark beeinflussen.

Was ich aus dem Gespräch mitgenommen habe (bitte als deren Hauspolitik/Erfahrung verstehen – ich will nicht pauschalisieren, sondern Erfahrung aus der Praxis wissen:
  • Bei Stromer-Rädern, die nicht dort gekauft wurden, unterstützen sie bei Themen wie Garantie-/Gewährleistung oder Rückrufen überhaupt nicht. Regulärer Service und Reparaturen gegen entsprechend hohen Stundenlohn sind kein Problem. 
  • Selbst ein platter Hinterreifen bzw. Hinterradausbau kann beim Stromer (Stecker/Sensorik/Achsmoment) schneller zu Fehlermeldungen oder Ausfall der Unterstützung führen – dann landet man regelmäßig wieder beim Spezialisten.
  • Ersatzteil-/Abwicklungswege über Stromer seien nicht immer „so simpel und preislich überschaubar wie beim Standardrad“, dafür würden die Räder nach der Garantiezeit oft lange stabil laufen und es bleiben überwiegend Verschleißteile zu wechseln.
Das verunsichert mich etwas, weil ich zwar technikaffin bin, aber bei Zweiradthemen und KFZ eher typischer Werkstattkunde bin und mir wichtig ist, dass normale Verschleißthemen möglichst unkompliziert bleiben – gerade wenn ich ein gebrauchtes Rad mit höherer Laufleistung (ST3) oder über Upway kaufe.

Daher meine Praxisfragen an euch

1) Was macht ihr beim Stromer selbst und was gebt ihr in die Werkstatt?
Reifen/Schlauch (insb. Hinterrad), Bremsbeläge, Kette/Kassette bzw. Riemen/Getriebe-Ölwechsel, Inspektion – was ist „normal“?

2) Was kann eine normale Fahrradwerkstatt problemlos machen, und was sollte wirklich ein Stromer-Händler machen?
Wo seht ihr die Grenze (z. B. OMNI/Elektronik, Sensorik, Motor, Diagnose)?

3) Pinion/Riemen: eher Vorteil oder eher „noch spezieller“ beim Service?
Geht ihr damit auch zu einer guten 08/15-Werkstatt oder macht das in der Praxis fast immer der Stromer-Händler?

4) Upway/Onlinekauf (falls jemand Erfahrung hat):
Wie war der Zustand bei Übergabe und wie lief es bei Problemen/Nachbesserung/Retour? Und hattet ihr danach einen „normalen“ Stromer-Händler als Ansprechpartner oder war das schwierig? Gibt es alternative Anlaufstellen für sorgenfreie Angebote in Richtung 2.000 - 4.000 €?

Mit euren Antworten möchte ich noch besser einschätzen können, wie „werkstattabhängig“ man im Alltag mit Stromer wirklich ist.

Vielen Dank euch!

VG
Chris


RE: Kaufberatung: gebrauchtes ST3 (20–40k km) vs. ST2 Pinion (6.5k km, optional Garantie) - Fonsi - 02.02.2026

Als ich noch regelmäßig zur Arbeit pendelte habe ich meinen Stromer einmal im Jahr (alle 4-5000Km) zum Stromer Concept Store in Genf gegeben zur Wartung (meisten nur Kette) und Überprüfung aller Komponenten. Damit hatte ich nie eine Panne wo ich nicht mehr weiterfahren konnte. 
Die letzten 2 Jahre bin ich nicht mehr zum Händler außer zum wechseln des Omni von 3G auf 4G da es in der Schweiz kein 3G Netz mehr gibt seit Anfang des Jahres.

Reifenwechsel (Winter/Sommer), Bremsbeläge, Bremsen oder Gangschaltung einstellen usw mache ich selbst. Eine Kette kann man auch selbst wechseln, wie das mit dem Pinion und Riemen ist weiss ich nicht.Das heist alles was nicht Stromer spezifisch ist wie zb Omnianzeige oder Hinterradmotor, kann man selbst reparieren wie bei einem normalen Fahrrad. Einen Drehmomentschlüssel sollte man schon haben wegen dem Anzugsmoment der Hinterachse.


RE: Kaufberatung: gebrauchtes ST3 (20–40k km) vs. ST2 Pinion (6.5k km, optional Garantie) - olfener - 02.02.2026

Ich schließe mich den Aussagen von Fonsi auch wieder an.

Die Fahrrad-typischen Sachen kann man gut selber machen. Wenn man alleine das Hinterrad einbaut, fängt man an zu fluchen, dann aber geht es.

Fehlermeldungen beim Hinterradaus- und einbau erhält man bei zu geringen Anzugsmomenten.

Sehr viele tolle Tipps und Reparaturhinweise findet man hier: https://www.stromer-tech.info

Da mein ST3 noch in der Garantie ist, habe ich den Getriebeölwechsel machen lassen. Das ist aber kein Hexenwerk. Ich fahre auch noch den ersten Riemen. Ich vermute aber, der Riemenwechsel ist einfacher als ein Kettenwechsel. In der Hinterradstrebe kann man ein Öffnungsstück ausbauen.

Auf jeden Fall sollte man aber eine gute Stromer-Fachwerkstatt in erreichbarer Nähe haben.


RE: Kaufberatung: gebrauchtes ST3 (20–40k km) vs. ST2 Pinion (6.5k km, optional Garantie) - Starbase - 03.02.2026

Dank euch erneut. Lese mir den Link mal in Ruhe durch und lasse mir das Thema noch ein wenig durch den Kopf gehen. Bin euch jedenfalls weiterhin sehr dankbar!

Spreche auch noch einmal mit Werkstätten hier im Ort ob der ein oder anderen Stromer-Kunde zu ihnen geht und was so die Erfahrungen sind. Habe inzwischen eher weniger Lust selbst zu schrauben. Auto, Motorrad und künftig dann 2-Räder in einer Einzelgarage wollen irgendwie untergebracht werden. Da kommt bei mir wenig Freude am Schrauben auf   Rolleyes .


RE: Kaufberatung: gebrauchtes ST3 (20–40k km) vs. ST2 Pinion (6.5k km, optional Garantie) - JM1374 - 03.02.2026

Wenn du auf eine Werkstatt angewiesen bist, dann kaufe dort auch das Rad. Wie du schon selber mitbekommen hast, sind die meisten Werkstätten zu „Fremdkunden“ zickig. 
Prinzipiell kannst du an jedem Stromer alles selber reparieren und warten. Ersatzteile und Anleitungen findest du im Netz. 
Hohe Laufleistungen sind kein Problem. Eher als Gütesiegel zu betrachten. Die Qualität bei Stromer ist breit gestreut, wenn ein Rad problemlos läuft, kommen schnell viele km auf den Tacho. 
Mein ST2S hat mittlerweile 66.000km drauf und ich bin sicher die 100.000km zu erreichen. 
Beim Akku musst du aufpassen. 84% SoH sind schon nah am Lebensende. Beim 618Wh Akku kannst du damit vielleicht noch 5.000km fahren. Es gab den 828er für 1000€. Leider mittlerweile ausverkauft. 
Der blaue 983er kostet 2000€. Alte Akkus kann man in Belgien bei bikebat mit neuen Zellen bestücken lassen und die bringen dann auch den SoH wieder auf 100%. Das können die deutschen Anbieter nicht. 
Vor dem Kauf Fotos von der Akkuunterseite mit dem Rosenbergerstecker geben lassen. Nur die Akkus mit 3 Schrauben lassen sich reparieren. 
Ob du jetzt Kette oder Riemen nimmst, ist eine Glaubensfrage. Pragmatisch ist die Kette bei deinen prognostizierten Fahrleistungen die bessere Wahl. Ich habe vor 6 Jahren die 12 Gang Pinionschaltung während einer 6 wöchigen Testphase knapp 2000km ausprobieren können. Und ja, die ist schon toll, aber ich favorisiere da lieber die Shimano Di2 mit 11 Gängen. Der Drehgriff bei Pinion sagt mir nicht zu. Bei den 6 und 9 Gang Piniongetrieben sind mit die Gangsprünge zu gross. Aber da hat jeder seine eigenen Prioritäten. Am besten vor dem Kauf alles intensiv Probe fahren.


RE: Kaufberatung: gebrauchtes ST3 (20–40k km) vs. ST2 Pinion (6.5k km, optional Garantie) - ST2-jsg - 04.02.2026

Vieles wurde hier schon erwähnt. 

Mein Händler sagt:
- Zuverlässigkeit: ST2 (Kette) vor ST3 (Kette)
- Antrieb: Kette vor Pinion
- Pinion: Smart.Shift vor Drehgriff

Meine Einschätzung:

Riemen vs Kette:
Ich fuhr ST2, jetzt ein ST3c (auf Di2 umgebaut) und testweise auch ein Pinion C1.9. Fakt ist, dass bez. Gechwindigkeit und Geschmeidigkeit die Di2 nicht zu schlagen ist. Das Pinion punktet bei der C1.12 mit Pre Select und Start Vorwahl wird allerdings erst bei den Premium Bikes ST5 / ST7 verfügbar. Beim Riemen vs Kette kann man sich streiten. Werbetechnisch gilt der Riemen als wartungsarm, im Unterhalt ist der Antrieb aber als rund dreimal teurer als die konservative Kette.

Bei flachem Fahrprofil ist das C1.6 ok, wird es hügelig ist ein C1.9/C1.12 die bessere Wahl. Bezüglich 45km/h, alles kein Problem. Mit der Kette Shimano 11-42 hast du alle Optionen inkl. feinere Abstufung. (Vergleich)

Akku:
Pro SoH% Verlust können etwa 1000km gefahren werden. Mein Akku, ein BQ983, war nach 20'700 km bei 74%. Ich persönlich würde immer den grössten Akku wählen und einen mit drei Schrauben (HTE) damit dieser auch wieder aufbereitet werden kann.

Unterhalt:
Prinzipiell kann man bis auf die spezifischen Komponenten wie Controller, Omni alles als DIY machen. Wenn man das nicht will ist ein guter Stromerhändler mit Erfahrung als Servicewerkstatt sehr zu empfehlen. Eine normale Fahrradwerkstatt kann ggf. einfache Servicearbeiten ausführen. Bereits bei einem Schlauchwechsel am Hinterrad kann es aber tricky werden, wenn dieser nicht genau weiss was er tut/tun muss.

Kosten:
Das ist schwierig zu beziffern. Es gibt Stromer die fahren problemlos 10'000-ende km, bei anderen ist der Wurm drinnen.
Die Kette hält etwa 10'000 km bei entsprechender Pflege. Der Riemen sollte 30'000km (Werbung) halten, tut es aber meist nicht. Der Motor ist sehr zuverlässig. Ab etwa 25'000 km könnten die Motorlager, je nach "Rüttelprofil", zum Thema werden. Bei meinem ST3 waren es 39'000 km. Die Radlager vorne bei 31'200 km. Omni ist eher selten. Der Controller ist so eine Sache. Mein ASI-Controller läuft seit 35'000 km. Kürzlich habe ich ein Profil eines Stromerfahrer mit 150'000 km (ST2) gesehen, mit dem ersten Controller. In der Tendenz lässt sich sagen, dass wenn ein Stromer die ersten 10'000 km ohne gröbere Probleme (oder gelösten Problemen;-) gemeistert hat dies meist auch später der Fall ist. Aber keine Regel ohne Ausnahme :-)

Bei Kauf prüfen:
- Akku SoH (wenn möglich grösser 90%), 3-Schraubenversion > kann in der Omni App oder dem Omni eingesehen werden.
- Wenn möglich Serviceunterlagen, Rechnungen von Reparaturen (Pinion Ölwechsel)
- Reifenprofil, Bremspads, Bremscheiben > Verschleisscheck
- Licht (Flackern bei der Roxim des ST3)
Unbedingt Probefahrt machen:
- Kontrolle auf ungewöhnliche Lauf- oder Tretgeräusche 
- Schaltung geschmeidig
- gute, nicht ruckartige oder scooterartige Unterstützung


RE: Kaufberatung: gebrauchtes ST3 (20–40k km) vs. ST2 Pinion (6.5k km, optional Garantie) - Starbase - 04.02.2026

Danke euch, JM1374 und ST2-jsg,

klasse Tipp mit dem Reparaturdienst, den Hinweisen zur 3-Schrauben-Variante und den DIY-Möglichkeiten!

Ich konnte vorgestern zufällig ein ST2 (ca. Modelljahr 2021) probegefahren – kurz zuvor ein Cube Kathmandu Hybrid 45, ebenfalls aus 2021. Vorher hätte ich das nicht gedacht, aber im direkten Vergleich Cube Kathmandu ↔ Stromer ST2 hat mir das eher tourenorientierte Kathmandu besser gefallen.

Beim ST2 habe ich mich deutlich näher am Lenker und aufrechter gefühlt, insgesamt auch wendiger bzw. agiler. Das Kathmandu wirkte dagegen wesentlich ruhiger und hat mir gerade bei Topspeed ein deutlich höheres Sicherheitsgefühl vermittelt.

Jetzt frage ich mich, ob sich ein ST3 vom Fahrverhalten her spürbar in Richtung des von mir geschätzten Cube-Charakters annähert.

VG
Chris