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Normale Version: Totalausfall Akku 618Wh / 48 V
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Hallo zusammen
Ich habe mir Ende August 2018 einen ST1 X Sport 22" Charcoal mit Standart-Akku 618Wh / 48V zugelegt. Da ich damit fast täglich zur Arbeit pendle bzw. gependelt bin (Distanz Hin- und Rückweg je ca. 35 km) habe ich mir zusätzlich noch ein Stromer Ladegerät CR246 gekauft, um jeweils beim Nachhauseweg einen optimalen Ladezustand zu haben. Während der kalten und "Stromer-freien" Winterzeit, (2018/2019 und 2019/2020) war der Akku separat in meiner geheizten Werkstatt ständig am besagten Ladegerät angeschlossen. Dazu noch ergänzend der Hinweis, dass mir der Fachhändler damals geraten hat, eben jenes Ladegerät für das dauerhafte Laden des Akkus während der Winterzeit zu verwenden; es soll angeblich wie ein Erhaltungsladegerät funktionieren. Also gesagt, getan.    
Nun, das ging die ersten zwei Jahre ohne nennenswerte Probleme, inzwischen habe ich über 6'500 im zurückgelegt. Meine letzte Fahrt mit dem ST1 fand am 16.12.2020 statt, Ladezustand 81% gemäss Stromer-App. Danach versetzte ich das Bike in den oben beschriebenen Winterschlaf. 
Angesichts des warmen Wetters hatte ich vor rund 10 Tagen spontan Lust auf eine winterliche Ausfahrt und schob dazu den vermeintlich voll geladenen Akku, was mir das Ladegerät mit einer permanent grün leuchtenden LED signalisierte, in den ST1. Doch zu meiner bösen Überraschung gabs daraufhin absolut kein Lebenszeichen mehr. Bald merkte ich, dass der Akku völlig leer war (Spannung von ca. 0.4 Volt). Kurzerhand brachte ich den Akku zum Fachhändler. Dieser beurteilte die Sache aufgrund des zuletzt ersichtlichen Log-Eintrag v. 16.12.2020 mit 81% Ladezustand als Akku-Defekt, weil es seiner Erfahrung nach selbst bei einem Nichtanschliessen am Ladegerät (was aber wie gesagt nicht der Fall war!!!) nach dieser Fahrt am 16.12.2020 nicht passieren dürfte, dass der Akku auf 0% herunter fällt. 

Gerade heute habe ich auf meine Anfrage hin erfahren, dass STROMER eine Kulanz in diesem Fall ablehnen will, was mich gelinde gesagt ziemlich in Rage versetzt.  Auch wenn die Garantie um ca. 5 Monate abgelaufen ist, darf es meiner Meinung nach nicht sein, dass ein derart teures Produkt nach so kurzer Zeit den Geist aufgibt. 

Hat jemand eine ähnliche Erfahrung mit dem Akku 618Wh/48 V bzw. ST1 X gemacht?
Vielen Dank für die Rückmeldungen!
Hallo Jussila

Sehr ärgerlich.

Allenfalls besteht die Möglichkeit, dass das Ladegerät CR246 defekt ist? Statt Laden-Erhaltungsspannung hat es evtl. lediglich auf "Kriechstrom" von Akku rückwärts zu Ladegerät umgestellt? So ist das bei normalen Ladegeräten nach Vollladung der Fall. Nach einigen Wochen ist der Akku dann zerstört. Näher kann ich es mangels Verständnis nicht erklären.

Sollte dies der Fall sein, wäre es aus meiner Sicht Folgeschaden aufgrund des defekten Ladegeräts. Das sollte dann anders beurteilt werden, finde ich.

Vielleicht hast Du die Möglichkeit, das Ladegerät überprüfen zu lassen? Durch den Händler?
(02.03.2021, 14:45)Jussila schrieb: [ -> ]Während der kalten und "Stromer-freien" Winterzeit, (2018/2019 und 2019/2020) war der Akku separat in meiner geheizten Werkstatt ständig am besagten Ladegerät angeschlossen. Dazu noch ergänzend der Hinweis, dass mir der Fachhändler damals geraten hat, eben jenes Ladegerät für das dauerhafte Laden des Akkus während der Winterzeit zu verwenden; es soll angeblich wie ein Erhaltungsladegerät funktionieren.

Gut gemeint ist das... Den Satz kennst Du und er hilft Dir nicht mehr, aber vielleicht anderen. Die Schwebespannung ist zwischen 20% und 80%, was heisst, dass der Akku sich zuerst auf 20% selbstentladen muss, bevor das Nachladen startet. Startet der Akku bei 100%, sind unsere Winter zu kurz dafür.

In deinem Fall kam es offensichtlich zu einem Kommunikationsproblem zwischen dem Akku und dem Ladegerät. Das kommt sonst nur vor, wenn der Akku im Stromer (dauer-) geladen wird. Der Akku meldete irrtümmlich Volladung an das Ladegerät - und es gab kein Reset, um die Abfrage zu Erneuern.

Der Ladezustand wird über einen eigenen Pin ausgegeben, der unter geringerer Spannung steht. Und wenn der Akku meint, er habe 100% erkennt er nicht die Tiefentladung.

Derart gelagerte Fälle (ohne Akkuschaden) kommen leider immer wieder vor; eigentlich müsste das Werk dies wissen. Meist stellen die Betroffenen einen merkwürdig tiefen Ladestand fest. Kurzum, der Händler soll doch für Dich den negativen Bescheid nochmlas angehen.
(02.03.2021, 17:07)Hannes Buskovic schrieb: [ -> ]Hallo Jussila

Sehr ärgerlich.

Allenfalls besteht die Möglichkeit, dass das Ladegerät CR246 defekt ist? Statt Laden-Erhaltungsspannung hat es evtl. lediglich auf "Kriechstrom" von Akku rückwärts zu Ladegerät umgestellt? So ist das bei normalen Ladegeräten nach Vollladung der Fall. Nach einigen Wochen ist der Akku dann zerstört. Näher kann ich es mangels Verständnis nicht erklären.

Sollte dies der Fall sein, wäre es aus meiner Sicht Folgeschaden aufgrund des defekten Ladegeräts. Das sollte dann anders beurteilt werden, finde ich.

Vielleicht hast Du die Möglichkeit, das Ladegerät überprüfen zu lassen? Durch den Händler?

Vielen Dank Hannes. Ja, das hatte ich anfänglich auch gedacht und brachte zusammen mit dem defekten Akku auch das Ladegerät zum Händler. Der überprüfte dieses kurzerhand (wie genau, habe ich nicht mitgekriegt), worauf ich es wieder mit nach Hause nahm. Aber ich werde das beim nächsten Dialog mit dem Händler nochmals zur Sprache bringen - Danke für Deinen Hinweis!

(02.03.2021, 21:38)bluecat schrieb: [ -> ]
(02.03.2021, 14:45)Jussila schrieb: [ -> ]Während der kalten und "Stromer-freien" Winterzeit, (2018/2019 und 2019/2020) war der Akku separat in meiner geheizten Werkstatt ständig am besagten Ladegerät angeschlossen. Dazu noch ergänzend der Hinweis, dass mir der Fachhändler damals geraten hat, eben jenes Ladegerät für das dauerhafte Laden des Akkus während der Winterzeit zu verwenden; es soll angeblich wie ein Erhaltungsladegerät funktionieren.

Gut gemeint ist das... Den Satz kennst Du und er hilft Dir nicht mehr, aber vielleicht anderen. Die Schwebespannung ist zwischen 20% und 80%, was heisst, dass der Akku sich zuerst auf 20% selbstentladen muss, bevor das Nachladen startet. Startet der Akku bei 100%, sind unsere Winter zu kurz dafür.

In deinem Fall kam es offensichtlich zu einem Kommunikationsproblem zwischen dem Akku und dem Ladegerät. Das kommt sonst nur vor, wenn der Akku im Stromer (dauer-) geladen wird. Der Akku meldete irrtümmlich Volladung an das Ladegerät - und es gab kein Reset, um die Abfrage zu Erneuern.

Der Ladezustand wird über einen eigenen Pin ausgegeben, der unter geringerer Spannung steht. Und wenn der Akku meint, er habe 100% erkennt er nicht die Tiefentladung.

Derart gelagerte Fälle (ohne Akkuschaden) kommen leider immer wieder vor; eigentlich müsste das Werk dies wissen. Meist stellen die Betroffenen einen merkwürdig tiefen Ladestand fest. Kurzum, der Händler soll doch für Dich den negativen Bescheid nochmlas angehen.
Vielen Dank bluecat, das ist alles sehr gut verständlich! Ich werde das mit dem Händler im Sinne Deiner Ausführungen nochmals durchgehen. Ich habe bereits gestern beim Erhalt des Negativ-Entscheides von Stromer den Händler nochmals darauf angesetzt, beim Lieferanten mit seiner von ihm selbst ins Feld geführten Einschätzung, wonach ein gesunder Akku mit 81% Ladezustand (was ja in der App nach der letzten Fahrt am 16.12.2020 ausgewiesen wurde) innerhalb von 60 Tagen nie und nimmer völlig entladen sein darf (es gab ja danach nachweislich keine weiteren Fahrten mehr), vorstellig zu werden. Ich warte nun auf den Rückbescheid......
Nebenbei hat mir der Händler gestern noch durchblicken lassen, dass es auch immer eine Frage der Glaubwürdigkeit sei, was die Händler bzw. die Hersteller in einem solchen Fall tun werden. Mit anderen Worten könnte ein Kunde ja irgendwas behaupten, um von einem unsachgemässen Umgang mit dem Gerät bzw. Akku abzulenken. Als Laie hoffe ich aber, dass man irgendwie halt doch feststellen kann, dass hier kein Fehlverhalten meinerseits vorliegt bzw. dass dieser Akku (mit oder ohne Ladegerät) einen Defekt aufweist.... die Hoffnung stirbt zuletzt.

Danke Dir bluecat!
SmileGood News von Stromerbike:
Nachdem mir zuerst jegliche Kulanz verwehrt wurde, setzte ich mich persönlich mit dem Stromer-Kundendienst in Verbindung und schilderte die Sachlage nochmals detailliert. Insbesondere die Tatsache, dass der Akku - wie bereits im Forum beschrieben - die ganze Zeit (ausserhalb des Bike in beheizter Werkstatt) an das Ladegerät (ich muss mich berichtigen - es handelt sich dabei nicht um das Modell CR246 sondern um das kleinere Modell CR65) angehängt war und dabei mit konstant grüner LED "vorgaukelte", dass der Akku voll geladen ist.
Stromer fand nun offenbar heraus, dass das CR65-Ladegerät die Ursache für die Tiefenentladung gewesen sein dürfte. Wie/was genau mit diesem Teil nicht funktioniert hat, wurde mir zwar erklärt, wirklich verstanden habe ich es allerdings nicht.... Inzwischen ist dieses Modell (CR65) auch nicht mehr erhältlich. Ich bin natürlich sehr erleichtert und dankbar, dass mir der Akku vollumfänglich ersetzt wurde. Stromer hielt noch fest, dass das Laden über Nacht mit dem (alten) Ladegerät CR 65 kein Problem darstellen sollte, jedoch sollte es nicht mehr - wie bisher - zur Erhaltungsladung über längere Zeit verwendet werden. Ich habe mir daher gleich das neue Ladegerät CR246 beschafft.  

Nochmals danke für die Feedbacks!
Oh, ich habe zwei CR65, eines zuhause und eines in der Firma.
Habe ich mir extra gekauft um den Akku schonend zu laden, machen sie ja immer noch ... aber?
Die sind also nach 1-2 Tagen/Wochen/Monaten spätestens abzumachen?
(11.03.2021, 17:07)Jussila schrieb: [ -> ]Stromer fand nun offenbar heraus, dass das CR65-Ladegerät die Ursache für die Tiefenentladung gewesen sein dürfte. Wie/was genau mit diesem Teil nicht funktioniert hat, wurde mir zwar erklärt, wirklich verstanden habe ich es allerdings nicht....  
...
Stromer hielt noch fest, dass das Laden über Nacht mit dem (alten) Ladegerät CR 65 kein Problem darstellen sollte, jedoch sollte es nicht mehr - wie bisher - zur Erhaltungsladung über längere Zeit verwendet werden. Ich habe mir daher gleich das neue Ladegerät CR246 beschafft.  

Danke für Deinen Bericht!


Hast Du noch das CR65? Mach mal ein Foto, auf dem wir den Text auf der Unterseite lesen können. Mich interessiert die Frage, ob das EnergyBus Label drauf ist.

Nochmals zur Selsbtentladung: Wer nach der letzten Fahrt voll ladet, kann den Akku im Keller oder in der Wohnung - aber nicht im Stromer - über den Winter liegen lassen. Wenn es einer schafft, im Frühling weniger als 50% Restladung zu haben: Bitte hier Dokumentieren!
Ich war zwar nicht angesprochen, aber das Logo ist auf MEINEN beiden drauf:

[attachment=1148]
(14.03.2021, 21:06)Reese schrieb: [ -> ]Ich war zwar nicht angesprochen, aber das Logo ist auf MEINEN beiden drauf:

Merci für das Bild!

Bei pironex gebaut, quasi die allererste Adresse für EnergyBus Produkte.

Das aktuelle kommt ohne das Logo, also auch ohne Lizenz. Macht Stromer nun auch das Ladeportokoll selbst?