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Normale Version: Frage zu Motorbremse / Rekuperation
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Hallo Gemeinde

Ich habe mal eine kleine technische Frage die nur zu meinem Verständnis dienen soll. 
Und zwar habe ich laut der OMNI App an einem Tag wo ich eine größere Tour gefahren bin folgende Werte. Ich war 73,6km unterwegs und habe einen Verbrauch dabei von 1,13Kw gehabt. Der Akku ging dabei von 100% am Anfang runter auf 0%. Hatt also genau gereicht.
Nun dürfte der blaue Akku aber ja nur 0,98Kw abgeben können. Rekup über die -taste Nutze ich nie da die Strecke komplett eben ist. Die Motorbremse habe ich jedoch auf voller Leistung eingestellt. Bedeutet das nun das ich rund 13-15% Akku zurückgewonnen habe bzw weniger verbraucht habe weil aktiviert?

Bei dieser fahrt von vor 2monaten war es bis zum Ende (0%) möglich mit voller Power zu fahren, gestern am Ende der Tour waren bei den letzten 5% nicht mehr mehr als 30kmh drin, 1,2,3,S alle Stufen waren gleich. War der Akku da evtl schon leer Bzw Anzeige verfälscht? Ist erst das zweite Malndasnich den Akku leer gefahren habe, ich lade sonst stets viel eher

Mit freundlichen Grüßen André
Hallo André

Das würde ja ein Plus von ca 15% bedeuten, was ich bei Rekuperation nur durch das bremsen für viel zu hoch einschätze. Da müsstest du schon seeeehr viel bremsen. Das wäre dir sicher auch auf der Akku Anzeige aufgefallen wenn du soviel gewonnen hättest. 

15 % plus fände ich auf Basis der Erfahrung mit meinen test Fahrten auch bei einer Tour mit vielen Abfahrten schon recht ambitioniert. Bei meiner geringen Masse muss es schon recht steil sein, dass ich nutzen daraus ziehen kann ohne langsamer bergab als bergauf zu fahren.

Eine Erklärung habe ich jedoch auch keine :-D 

LG Hannes
(07.03.2019, 12:00)Hannes Buskovic schrieb: [ -> ]bei Rekuperation ... nutzen daraus ziehen kann ohne langsamer bergab als bergauf zu fahren.

Ich sehe den Ladeeffekt vorallem psychologisch - die Bremswirkung aber ganz praktisch. Unklar ist mir, ob sich das gelegntliche, kurzzeitge Laden positiv auf die Akkulebensdauer auswirkt.

(03.03.2019, 19:50)Flachlandstromer schrieb: [ -> ]Verbrauch dabei von 1,13Kw gehabt ....  dürfte der blaue Akku aber ja nur 0,98Kw abgeben können.

Abgesehen von der Messgenauigkeit der Verbrauchswerte: Die Zahlen rund um den Akku sind Nominalwerte. Die Kapazität des Akkus ist die Summe aus den einzelenen Zellen zwischen deren max. und min. Spannung - unter Laborbedingungen.

Aber der Akku ist wengir wie ein Tank mit x Milliliter Treibstoff zu sehen sonderen eher wie ein Sportler, das an einen guten Tag die Olypialimite ohne Doping schafft - aber an einen nasskalten Wintertag schon mal deutlich darunter bleibt.
Hallo bluecat

ja psychologisch läd es mehr als "in Echt".

Hatte aber bei einer durchweg ca. 10 % steilen Abfahrt von ca 320hm bei meiner Testfahrt mit dem ST3 ein Plus von 5 %. Das finde ich garnicht so wenig. Jedoch ist die Abfahrt perfekt geeignet, da ich durchweg mit der Rekup. fahren konnte, vor Kurven mit höherer Stufe angebremst und danach wieder bischen locker gelassen...

Den selben Berg bin ich mit dem ST2 mal die parallel verlaufende Strasse runter gefahren, plus minus selbe Höhendifferenz, die Strasse jedoch deutlich kurvenreicher und weniger steil. Da hatte ich trotz dem Willen die Rekup. möglichst auszunutzen nur ein Plus von 2-3 %.

Aber ich denke Fahrer mit höheren Körper/Systemgewicht würden da jeweils problemlos mehr rausholen können. Wenn ich mit schwereren Kollegen bergab fahre, bin ich im "rollen lassen modus" immer ein gutes Stück langsamer. Das wird sich sicher auf die Rekup. auswirken, jedoch braucht man dann im Umkehrschluss auch mehr Strom bergauf Big Grin

Bin gespannt auf mein ST2S, in 1-2 Wochen kommt es. :-)

Meinst Du es spielt ne Rolle ob der Akku nun Strom abgibt oder entgegen nimmt ? Respektive, das was man mittels Rekup einspeist, speist man dann ja nicht mehr über die Steckdose ein. Und Rekup ist sicher deutlich geringerer Ladestrom... Memory Effekt gibt es ja keinen.
Aber ich hab kein Plan von Elektrizität, das sind nur so meine Vermutungen...

LG
Hannes
Bei richtig steiler Abfahrt wird der Akku ein Vielfaches schneller geladen als mit dem Ladegerät und Schnell-Ladung verkürzt generell die Akku-Lebensdauer.
Aber Rekuperation kurzzeitig meist nur für eine paar Sekunden im Alltag machte denke ich wenig, ist wie ein kurzer Sprint mal zum gerade vorfahrenden Bus, aber eine Viertelstunde sprinten tut weh... ;-)
(07.03.2019, 20:52)Hannes Buskovic schrieb: [ -> ]Meinst Du es spielt ne Rolle ob der Akku nun Strom abgibt oder entgegen nimmt ?

Ja, für die Akkuchemie sogar sehr. Zunächst Grundsätzliches:

Die Motorbremse: Im Setup auf maximale Wirkung stellen, durch dezentes Ziehen eines Bremshebels (rechts wirkt stärker als links) aktivieren. Reicht im Alltagsbetrieb, um nahezu ohne mech. Bremse auszukommen.

Die Rekuperation: Während der Fahrt auf [-] drücken, bis die <<<<< Balken erscheinen. Kann durch [+] und [-] Drücken fein eingestellt werden. Die Bremswirkung bringt den Stromer auf Landstrassengefällen zum Stillstand, auf Nebenstrassengefällen wird etwa Schrittempo erreicht - aber nur, wenn vor der Beschleunigung aktiviert.

Das Ladegerät bringt 4A Ladestrom, der Stromer zieht vermutlich etwa 20A bei max. Leistung. Die Rekuperation bringt vielleicht 6A, kurzzeitig möglicherweise mehr. Die Anfangsüberlegung war, ob die kurzzeitige Umkehr der Ionenflussrichtung den Akku belebt oder ihm schadet.

(07.03.2019, 23:49)jodi2 schrieb: [ -> ]Bei richtig steiler Abfahrt wird der Akku ein Vielfaches schneller geladen als mit dem Ladegerät und Schnell-Ladung verkürzt generell die Akku-Lebensdauer.

Mit dem Resumée bin ich einverstanden; einen Berg zu finden, bei dem mit max. Rekuperation <<<<< ein, zwei Stunden runtergerollt werden kann, dürfte schwer sein.

Gerne verwende ich den Balmberg als Bsp. einer Steigung, die mit dem Stromer nicht geht sondern eine Tretmühle erfordert. Die Talfahrt ist 2.5km lang und geht 370m runter mit max. 25% Gefälle. Wenn mit 5km/h runtergerollt wird, ist erst ½h um...
Hallo,
Ich habe letzte Woche einen Stromer ST2 gekauft. Der Verkäufer hat mir geraten die Rekuperation abzuschalten da dies zu schädlichen Microaufladungen führt. Ich kann aber nirgendwo sonst solche Vorbehalte finden. Wie seht Ihr das denn?
Hallo Fonsi.
Ich besitze einen ST2 seit Sept. 2018 und bin seither knapp 4'500km gefahren. Die Rekuperation benutze ich immer z.B. beim Bremsen und Bergabfahren. Bis jetzt habe ich damit keine negativen Erfahrungen gemacht. Ich denke wenn Stromer so etwas einbaut, so kann man es auch benutzen.
(15.03.2019, 19:47)Ruefy schrieb: [ -> ]Ich denke wenn Stromer so etwas einbaut, so kann man es auch benutzen.

Das ist der Punkt.


Motorbremse und Rekuperation sind so ausgelegt, dass sie dem Akku keinen Schaden zufügen. Das äussert sich u.a. darin, dass die Funktionen manchmal nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung stehen
(07.03.2019, 20:52)Hannes Buskovic schrieb: [ -> ]Hallo bluecat

ja psychologisch läd es mehr als "in Echt".

Hatte aber bei einer durchweg ca. 10 % steilen Abfahrt von ca 320hm bei meiner Testfahrt mit dem ST3 ein Plus von 5 %. Das finde ich garnicht so wenig. [...]
Das sind interessante Zahlen! 320 Höhenmeter mit geschätzten 100kg geben einen potentielle Energie von E=mgh=100*10*320J=100*10*320/3600Wh = ca 89Wh, dh. etwa 10% der Batteriekapazität. 
Roll-  und Luftwiderstand, sowie die Verlustleistung beim Ladevorgang wären also ungefähr 50%. Das ist gar nicht so schlecht! Mal sehen ob andere Berichte eine ähnliche Rekuperationseffizienz implizieren.

herzliche Grüsse
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