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Normale Version: Erste gemeinsame größere Tour mit ST5 und ST3t
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Hallo liebe Stromergemeinde. Vorgestern war es endlich soweit, nachdem meine Frau und ich seit 7 bzw 5 Wochen stolze Besitzer eines St3 LE und eines St5 sind hatten wir nun die erste gute Gelegenheit für eine gemeinsame größere Tour. Für uns beide sind die Räder noch Segen wünsche da wir bisher ausschließlich bio bikes hatten.
Wir waren im 75 km entfernten Bremen von meinen Eltern zum Essen eingeladen, in einem Lokal mitten in Bremer innenstadt. Auf dem Hinweg nahmen wir unsere Räder in der Bahn mit da wir akkutechnisch nur einen Weg zurücklegen könnten. Da ich mir Gedanken ums abstellen mitten  in der Grossstadt gemacht hatte war der eigentliche plan mit den bikes in ein parkhaus zu fahren und dort die beiden für etwa 3std unterzustellen. Vor Ort angekommen würden  wir erstmal belehrt das dies verboten sei, dies gelte für alle zweirädrige kfz.
Mein Bruder, welcher auch zum Essen eingeladen war, war zum Glück im Vorfeld so schlau und hat für uns noch 2gute Schlosser mitgebracht , so das wir nun insgesamt 4 dicke Schlösser hatten um die Räder in mitten der belebten innenstadt ab und anzuschließen. Gesagt getan, die Räder waren beide gemeinsam am eine große gusseiserne Laterne direkt Am Rande des Marktplatzes. 

Rund 3 std später, es war ca 14:30 wollten wir uns wie geplant auf den Rückweg machen damit wir nicht allzuspät nach Sonnenuntergang zuhause ankommen werden. Beim aufschließen der Räder bildete sich regelrecht eine Menschentraube um uns herum die die Rädern bestaunten, und 2leute waren auch interessiert genug einige (dämliche ) fragen zu stellen. War echt ein komisches , fast unangenehmes gefühl. Kam mir echt so vor als hätte da eine Supercar mitten auf dem Marktplatz gestanden. Meiner Frau war es regelrecht peinlich. 
Also auf die Sattel und los gehts . Zuvor haben wir beide Stufe 2 identisch programmiert und hatten ein kleinen Contest vereinbart, wir wollten sehen wer von uns beiden mit weniger Energie auskommt bzw wer am Ende noch mehr restakku hat. Temperatur lag bei angenehmen 6-7 Grad. Nach rund 12 km der erste Zwischenfall. Mein erster überhaupt bis dahin. Da ich ein plötzlich aufgetretenes klappern vorne entstanden ist’s hielten Wir An und ich stellte mit
Entsetzen fest das sich die Schraube schon 3-4mm herausgedreht hat und mein Schutzblech vorne kurz vorm abfallen stand. Zum Glück waren wir gerade in einem Gewerbegebiet und ich fand um einen alten Zaun gewickelt Reste eines rot weißen Baustellen- absperrbandes. Ich packte es erstmal ein. Nun war aber klar die weitere fahrt müsse äußerst vorsichtig von statten gehen damit das Schutzblech bis zu Hause hält, da keine Chance bestand unterwegs an diese blöde Schraube zu kommen.nach weiteren 5 km wider kurz gehalten weil ich die 3-4mm spiel kontrollieren wollte. Nun waren es schon 6-7mm, also bedenklich, ich wusste das das keine weiteren 55km halten wird. Nach längeren hin und Her tüddeln mit dem absperrband , gelang es mir es so um die Schraube und Gabel zu wickeln das das Band seitlich am Schaft der Schraube gezogen hatte so das sich diese nicht mehr hin und her sowie weiter Lösen konnte. Zum Glück hat das funktioniert, das klappern war weg und die Schraube hat sich im Verlauf der restlichen Tour nicht weiter gelöstSmile

Nachdem es nun, etwas von sorgen befreit , nun weiter ging , bin ich stets vorweg gefahren und Frau hinter mir. Wir hatten bereits nach den ersten 17km festgestellt das ich bereits 5% Akku mehr verbraucht habe. Frau war bis dato fast nur auf Stufe 3 unterwegs , ich nur auf Stufe 2, teilweise sogar nur auf 1. und trotzdem hab ich schon viel mehr verbraucht. Etwas irritiert über meinen höheren Verbrauch schoben wir das erstmal nur auf mein rund 30kg höheres System Gewicht. Ich war nun natürlich noch mehr motiviert dieses im verlaufe der restlichen fahrt wieder gut zu machen und in Sachen Verbrauch wieder ein wenig aufzuholen. Ich war sehr darauf konzentriert sehr sparsam und vor allem vorausschauend zu fahren. Gleichzeitig bemerkte ich das meine Frau welche stets dicht hinter mir war, das sparsame fahren wohl noch nicht Sonderausgabe hat, weil ich ständig das rasseln ihres Leerlaufes vernommen habe.!dachte sie fährt unbedacht da sie viel weniger getreten hat als ich und sie meine vorgebene Geschwindigkeit stets gehalten hat. Regelmäßig verglichen wir während der Fahrt redtakku miteinander, doch die Differenz wurde immer größer anstatt stetig weniger. Ich begann langsam an mir zu zweifeln, schließlich habe ich auf Stufe 3 komplett verzichtet und zwischen durch mit größeren Eigeneinsatz immer mehr auf Stufe 1 zurückgeschaltet um aufzuholen. Bei Tempo 35-40aufbstufe 1 bringt dich sogar ein Stromer mal ins schwitzen. Ich musste auch immer mehr auf Stufe 1 gehen als gewünscht da ich bemerkte das ich es ansonsten nicht mehr ganz nachhause schaffe . Wir hatten größtenteils starkem Gegenwind und es war nicht gerade warm. Ich war immer mehr irritiert , weil meine Frau war Stets auf Stufe 3. und hatte 20km vor dem Ziel noch 12 % mehr als ich. Da es immer knapper wurde reduzierte ich die Geschwindigkeit auf etwa 28-32kmh.
10km vor dem Ziel, es war bereits stockdunkel und etwas kälter geworden mussten wir nochmal eine kleine pinkelpause für meine Frau einlegen. Ich war bereits auf kritische 9% , sie war noch bei 21%. Ich nutzte den stop um nochmal unsere Werte auf beiden Displays zu vergleichen. Ich stellte fest das wir vergaßen vor der Tour die Empfindlichkeit des Sensors gleich einzustellen. Bei mir stand der Banken auf ca 80% bei ihr nur rund 50%. Jetzt hatte ich nen plausiblen Grund warum sie sparsamer unterwegs war als ich aber konnte der Unterschied so gewaltig groß sein ?
Da ich nun sowieso Extrem sparsam sein musste stelle ich meinen Sensor von 80 auf 40% , bei ihr dagegen stellte ich ich von 50% hoch auf 80%. Ich habe ihr beim wieder weiter fahren bereits prophezeit das ihr Verbrauch in den letzten 10km wahrscheinlich sprunghaft steigen wird. Ich musste Tempo noch weiter drosseln und war auch nur noch auf Stufe 1 unterwegs , nun ist Frauchen auch zum ersten Male vorausgefahren. Nun stelle ich was ganz kurioses fest. Ich erwähnte ja bereits das ich durch das ständige leerlaufrasseln angenommen habe das sie sehr ungleichmäßig pedalliert und sich stets auf mein Tempo ausrollen lassen muss. Aber es war ganz anders was ich nun bemerkte als ich hinter ihr fuhr und deutlich langsamer fuhr. Ich stelle fest das der Abstand zu ihr nicht kleiner wird wenn sie aufhört mit treten. während ich weiter trete. Wir sind nun nebeneinander gefahren. Und für mich würde es nun immer kurioser weil mir das die ganze Zeit zuvor nicht aufgefallen ist.

das St3 meiner Frau ist quasi von alleine gefahren. Wenn sie aufhörte zu treten hatte das Rad die Geschwindigkeit exakt gehalten , wie ein Tempomat. Auch bei Tempo 40 ohne treten kein Verlust der Geschwindigkeit durch Reibung. Wir stellten fest das es die km/h solange exakt gehalten hat bis der Bremshebel einmal kurz betätigt wurde. Nach kurzem Bremsvorgang und kein anschließenden treten würde die Geschwindigkeit durch Reibung normal reduziert so wie bei mir.

Am Ende sprang 500m vor der Haustür mein Akku von 1 auf 0 % und ich konnte erstmal feststellen das das letzte Prozent 0 auch noch zählt. Die letzten Meter konnte ich nämlich noch auf Stufe 3 bei 0% und 40kmh rasen. Meine Frau erreichte das Ziel mit 10% Rest
Das St3 hat während der 70km langen Fahrt einem Schnitt von 11,5W/km verbraucht während sie zu 95% auf Stufe 3 war. Trittfrequnz bei gefühlten 10

Ich selber kam auf einen Verbrauch von 14,6W/km wobei ich schätzungsweise 5% Stufe 3, 60%stufe 2 und 35% auf Stufe 1 war

Erklären kann ich mir auch nicht die Vergleichswerte in der OMNI App. Bei der tagesstatistik zeigte er bei mir 1,13KW an. Ich war bisher davon ausgegangen das hier der Wert 1,00KW rechnerisch ziemlich genau eine komplette Akkuladubg bedeutet, da der Akku (aufgerundet) ja 1000WH hat. 1000W = 1KW oder ?

Das St3 hatte an dem Tag 0,82Kw verbraucht. Da mein Akku zuhause angekommen ja nicht ganz leer war, kann ich mir diese Werte im Verhältnis stehend nicht erklären .sie ist rund 30-% sparsamer „gerollt „ als ich hat aber „nur“ 10-% mehr restakku

Ich ärgere mich das ich nicht feststellen konnte und meine Frau es auch nicht direkt sagen kann ab wann dieses „Problem“ bei ihr aufgetaucht. Da ich die ersten 60km größtenteils vor ihr fuhr und wir auch deutlich schneller als am Ende waren. Ich vermute das es die ganze Zeit so war , den nu ergaben ihre ständigen tretpausen, extremunregelmässige truttfrequenz einen Sinn.
Wenn man gut gelauscht hat während sie im leerlaufgerassel ist hat man auch bemerkt das dieser nicht ganz rund läuft . Das klackende Leerlaufgeräusch wurde regelmäßig für den Bruchteil einer Sekunde durch ein kleines Summen ersetzt

Ich habe nun 600Km auf dem Tacho , also allerhöchste zeit für die erste Inspektion, schließlich hat sich ein wichtiges teil abgefangen zu lösen. Das St3 hat leider erst 300km gefahren


Vielleicht kann ja der eine oder andere seine 2cents dazu beitragen , ich bin echt gespannt auf mögliche Ursachen , konnte nämlich nichts vergleichbares finden

Beste Grüße André und Bianca

Jetzt stelle ich mir gerade in dem Moment die (wahrscheinlich) ganz dumme frage ob dieses Verhalten evtl normal ist wenn die motorbremse komplett deaktiviert ist ? Mir fällt nämlich ein das ich 1tag zuvor bei ihr die motorbremse von 100auf 0 gestellt habe damit die Bremsen sich mal endlich einstellen und weniger quietschen
Hi.
Also ich kann dir nur meine Erfahrungen mit meinem Stromer schildern.

In meinem Beitrag habe ich das Ende noch garnicht geschildert. Ich bin ein dreiviertel Jahr mit hem nicht richtig funktionierendem St2 herumgefahren. Er hatte die Angewohnheit die Sensibilität des Sensors bei einem Stop, z.B. An der Ampel zu verändern. Jedes mal wenn ich anhielt und dann weiterfuhr war das Verhalten des St2 verändert...
...mal war es so schlimm dass ich treten musste wie ein Ochse um die 43 zu halten. Garnicht wie das erste Jahr mit meinem St2, wo alles perfekt lief.

Mein Handler hatte Sensor getauscht, kabel getauscht, Omni getauscht...die Karre war aber immer noch gleich bescheuert.

BIS SICH EIN VERSIERTER HÄNDLER FÜR MICH EINGESETZT HAT!

Der vermutete aufgrund dessen dass auch andere mit demselben oder ähnlichen Problem kamen einen generellen Softwarebug. Und so kam es dass er mit Stromer zusammen die automatische Drehmomentsensorkalibrierung in der Software deaktiviert hat und SEIT DIESEM TAG LÄUFT ALLES WIEDER NORMAL!

Ich frage mich heute noch wie sowas passieren kann.

Du beschreibst dass das St3 deiner Frau auch nach dem treten die Geschw noch halt, der Stromer auch ohne Pedaldruck noch nachschiebt. Das ist auch der normalzustand.
Als mein St2 das Problem noch hatte war es so dass sofort nachdem der Pedaldruck weg war auch kein Schub mehr kam. Meganervig!

Ich kann mir vorstellen dass Teile der Software im St3 und 5 da gleich sind.

Wieso sollen dann nicht alle Stromer von diesem Effekt betroffen sein?

Ich denke dass nur noch nicht genügend reklamiert haben. Wieso sollte Stromer dann handeln?
Alle die Probleme haben mit der Unterstützung sollten mal bei Stromer anrufen und darum bitten diese absolut fehlerhaften Autokalibrierung deaktivieren lassen.

Ich hatte das Ebay Angebot für meinen St2 schon fertig, aber noch nicht eingestellt. Gott sei dank geriet ich an jemanden der mitdenkt!

Dieses SoftwareUpdate mit der Kalibrierung während der Fahrt hat mir aber viele Monate lang den Spaß an meinemSt2 genommen....Schade drum!

Ich habe Angst vor dem nächsten Update!
.

Du beschreibst dass das St3 deiner Frau auch nach dem treten die Geschw noch halt, der Stromer auch ohne Pedaldruck noch nachschiebt. Das ist auch der normalzustand.


Hallo
Danke für deine umfangreiche Ausführung , jetzt hat mich aber eine kleine Passage neugierig gemacht bzw muss ich nochmal nachfragen ob das wirklich so stimmt .
Der Stromer hält seine Geschwindigkeit bei wenn man aufhört zu treten und die Bremse nicht betätigt ? 
Wenn dem so wäre bräuchte man ja sogut wie gar nicht strampeln. Wennnich den Druck vom Pedal nehme werde ich langsam aber sicher langsamer..,Reibung halt. Dann müsste mein st5 ja einen Defekt haben .oder verstehe ich die Begriffe Pedaldruck und Schub falsch .

Also auf Tempo xxxx beschleunigen , komplett aufhören zu strampeln und die Geschwindigkeit wird dann nicht reduziert?

Also wenn ich auf flacher Strecke ohne großartigen Wind bei ca 40kmh ausrollen lasse, bzw nicht pedalliere, dann beobachte ich einen km/h Verlust von etwa 0,5-1kmh pro Sekunde. Wenn ich konstant 40 oder auch 45 km/h fahren möchte muss ich durchgehend treten ( wenn auch sehr gemütlich , kaum spürbare Anstrengung )
Erstmal Glückwunsch zu den neuen Rädern!

Normalerweise sollte ein aktueller Stromer nur dann unterstützen, wenn auch in die Pedale getreten wird. Sobald man aufhört zu treten, setzt nahezu zeitgleich auch die Motorunterstützung aus. Bei etwas älteren Modellen gibt es die Boost Funktion, mit der man wohl auch ohne Mittreten fahren kann...

Nichtsdestotrotz sollte nach meinem Kenntnisstand im normalen Fahrbetrieb eines jeden Stromer die Unterstützung aussetzen, wenn man nicht mehr in die Pedale tritt!

Viele Grüße
(27.12.2018, 18:21)Flachlandstromer schrieb: [ -> ]Der Stromer hält seine Geschwindigkeit bei wenn man aufhört zu treten und die Bremse nicht betätigt ?

Ja und nein. Da es sich um eine S-Pedelec handelt, muss man treten, um Unterstützung zu bekommen. Allerdings gibt es eine kleine Verzögerung zwischen dem Zeitpunkt, an dem du den Druck von den Pedalen nimmst und dem Zeitpunkt, an dem der Motor keine Unterstützung mehr liefert. Diese Verzögerung wird genutzt, um die Motorunterstützung sozusagen "ausfaden" zu lassen. Dies ist so, damit es nicht das "abrupt Gas weg" Gefühl gibt und es sich gleitender, smoother anfühlt.
Kann das im Bezug auf mein ST2 nur  bestätigen was Frank und McPringle dort schreiben. Geht der Pedaldruck weg setzt auch die Motorunterstützung aus.
Meins hat noch den Boost Modus, da muss ich die Taste aber gedrückt lassen um die Geschwindigkeit aufrecht zu halten.

Gruß aus der westfälischen Tiefebene
Ok alles klar vielen Dank. Aber wie kann man sich den Vorfall den erklären ? Falls es ein selbstausgelösster software bug (Einzelfall ) ist, wird das ja bis zum nächsten Update so bleiben schätze ich. Meine Madame hätte da wahrscheinlich auch nichts gegen.
Wäre ein mechanisches Problem denn theoretisch möglich ? Wenn man Meldungen wegen Unterstützungsprobleme ließt dann gehts ausschließlich immer um fehlende Überstütung. Hab gestern den ganzen lieben langen Tag gegoogelt, aber ich habe keinen weiteren Vorfall lesen können das bei einem pedelec urplötzlich ein ein Fehler in Form eines Tempomates aufgetaucht ist. Ein Tempomat der genauso funktioniert wie im Auto. Im Auto musste Gas geben bis zum gewünschten Tempo, danach kann das Gaspedal losgelassen werden und die Funktion bleibt bis zum treten der Bremse aktiv. Einziger Unterschied wäre das wir die Geschwindigkeit nicht eintippen können...
Beim gewünschten Tempo das pedallieren komplett eingestellt und so lange im gleichen Tempo weiter Cruiser bis Bremse angetippt wird. Dann fängt er an auszurollen.
Was würdet ihr machen ? Anruf bei Stromer oder ab zum Händler ?

Grüße André
(28.12.2018, 16:14)Flachlandstromer schrieb: [ -> ]Was würdet ihr machen ?

Geniessen!
Ich habe vor kurzem ein St2 bei einem Händler probegefahren mit dem gleichen Verhalten - volle Unterstützung ohne zu treten. Dort wurde allerdings auf dem Display gleichzeitig ein Sensor Fehler angezeigt.
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